Hubschrauber im Einsatz

Dorf in Spanien in Angst: Seltenes Tier gesichtet - Bürgermeister warnt - „sehr gefährlich“

Ein spanisches Polizeiauto parkt auf einem Feld vor einem Baum
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Die Einwohner eines kleinen südspanischen Dorfes wurden von der Polizei vor einem wilden Tier gewarnt.

In einem kleinen Dorf im Süden Spaniens verbreitet ein seltenes Tier Angst und Schrecken. Die Polizei rät den Bewohnern in ihren Häusern zu bleiben. Doch um was für ein Tier handelt es sich wirklich?

  • Ein seltenes Tier terrorisiert ein kleines Dorf im Süden Spanien.
  • Die Polizei rät den Bewohnern in ihren Häusern zu bleiben.
  • Erste Suchmaßnahmen der Behörden blieben bislang erfolglos.

Ventas de Huelma - Etwas mehr als 600 Einwohner zählt das andalusische Dörfchen Ventas de Huelma im Süden Spaniens. Theorien besagen, dass sich der Name des kleinen Ortes auf das arabische Wort „al-Walima“ zurückführen lässt. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Einladung". Diese Einladung hat aber sicher keiner der 600 Einwohner von Ventas de Huelma ausgesprochen.

Zuletzt sollten sie wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus* ihre eigenen vier Wände nicht verlassen und jetzt sollen sie wieder zu Hause bleiben. Grund dafür ist ein seltenes Tier, das das Dorf - oder besser ihre Bewohner - in Angst und Schrecken versetzt. Der Bürgermeister Luis Miguel Ortiz warnt sogar: „Das ist ein sehr gefährliches Tier.“

Es soll sich dabei um einen schwarzen Panther handeln, der eigentlich überhaupt nicht in Spanien, sondern viel mehr in Afrika oder Asien heimisch ist. Mehrere Menschen wollen unabhängig voneinander und an verschiedenen Tagen eine große schwarze Katze gesehen haben, wie auch Costa Nachrichten berichtet.* Diese Katze soll nun tatsächlich ein Panther sein! „Ich habe große Angst. Bei uns zu Hause gehen wir alle kaum noch raus. Wir gehen nur noch ans Fenster, um vielleicht das Tier zu sehen", berichtete eine verängstigte Bewohnerin dem spanischen Nachrichtensender 24Horas. Einen ähnlichen Fall gab es zuletzt sogar in Bayern.

Am 11. September soll das Tier zum ersten Mal entdeckt worden sein, einen Tag später schlug die Gemeinde dann Alarm - unter anderem auf ihrem Facebook*-Account. Man solle doch, wenn möglich, zu Hause bleiben. In der Zwischenzeit hat der Naturschutzdienst der Polizeieinheit Guardia Civil (Seprona) die Suche nach dem ungebetenen Gast begonnen. Es wurde Fallen aufgestellt (die das Tier nur fangen, nicht verletzten sollen), zudem seien zahlreiche Polizisten und auch ein Hubschrauber im Einsatz.

Der schwarze Panther hält sich währenddessen bedeckt. Am Donnerstag (17.9.) hatte ein Fotograf in der Gegend eine ziemlich große Katze fotografiert. „Ist der Panther am Ende nur eine dicke, wilde Katze?“, fragte die Zeitung Diario de Córdoba, die die Bilder veröffentlichte. Ein Nachbarort teilte mit, dass ein großer, schwarzer wilder Hund gesichtet wurde.

Schwarzer Panther terrorisiert spanisches Dorf - bisher keine Entwarnung von Behörden

Hund, Katze oder doch ein Panther? Die Behörden sind weiter ratlos, haben aber nahe einer Finca Spuren einer Großkatze gefunden. Mit einem Durchmesser von acht Zentimeter! Bei Katzen sind diese in der Regel lediglich drei bis vier Zentimeter groß. Die Behörden setzen ihre Suche weiter fort, so berichtete die Gemeinde am Wochenende: Kein Tier ist in die aufgestellten Fallen getappt. In der Gegend wird aber weiter patroulliert.

Sollte es sich aber tatsächlich um einen schwarzen Panther handeln, stellt sich die dringende Frage: Wie kommt ein solches Tier auf die iberische Halbinsel? Wie die dpa berichtet, gilt Spanien in Europa als Umschlagplatz für den illegalen Handel mit exotischen Tieren und Pflanzen. Die Einwohner von Ventas de Huelma haben dagegen ganz andere Fragen: Wann gibt es endlich Entwarnung? Wann ist der ungebetene Gast endlich wieder weg? *tz.de und costanachrichten.com sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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