Brachte ihn "Vatileaks" zu Fall?

Verschwörungstheorien um Benedikt XVI.

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Historischer Schritt: Der Papst tritt zurück

Vatikanstadt - Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. ist in der Geschichte der Katholischen Kirche beispiellos. Waren die Querelen und Intrigen im Vatikan zuviel für den 85-Jährigen?

Papst Benedikt XVI. tritt aus freien Stücken zurück. Bisher hatte erst ein Pontifex freiwillig auf den heiligen Stuhl verzichtet - im Jahr 1294. Die Frage liegt daher nahe: Waren wirklich nur gesundheitliche Probleme der Grund für den Rücktritt des Papstes, oder spielte etwa auch die "Vatileaks"-Affäre eine entscheidende Rolle?

Verschwörungen und Skandale im Vatikan hat es schon immer gegeben. Doch im vergagenen Jahr erschütterte ein beispielloser Verrat die Katholische Kirche. Ausgerechnet sein Kammerdiener soll das Vertrauen des Papst missbraucht haben, indem er geheime Dokumente an die Presse weitergab. Vor Gericht gab der Geständige an, die "unerträgliche Situation" im Vatikan habe ihn dazu getrieben. Noch immer ist das Ausmaß der Affäre unklar.

Pressestimmen zum angekündigten Papst-Rücktritt

Pressestimmen zum angekündigten Papst-Rücktritt

Eines der Dokumente soll über ein geplantes Attentat gegen Papst Benedikt XVI. berichten. Der Vatikan hatte die Existenz dieses Schriftstücks nicht bestritten, allerdings dessen Inhalt als unglaubwürdig zurückgewiesen. Das den Medien zugänglich gemachte Dokument wurde von Experten als Zeichen eines möglichen Machtkampfs im Vatikan gewertet.

Gerüchte gab es auch über das gespannte Verhältnis des Papstes mit seinem Staatssekretär Tarcisio Bertone . Diesen wollte Benedikt angeblich absetzen lassen. Doch Bertone verblieb im Amt. An der Reform der Vatikanbank, die in Verdacht steht, Geldwäsche betrieben zu haben, scheiterte der 85-Jährige ebenfalls.

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