Ähnlich wie Aldi und Lidl

Penny startet mit neuem Konzept - in den Filialen wird sich für die Kunden vieles ändern

Penny will die Kund:innen mit neuem Konzept überzeugen.
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Penny will die Kund:innen mit neuem Konzept überzeugen. (Symbolbild)

Der Discounter Penny wagt sich an ein neues Konzept für seine Märkte. Diese sollen ähnlich wie bei anderen Ketten nun komplett umgestaltet werden.

Köln - In der Corona-Krise boomt der Lebensmittelhandel. Besonders große Ketten wie Aldi, Lidl oder Edeka. Auch der Discounter Penny konnte von der gesteigerten Nachfrage profitieren. Laut Unternehmensangaben stieg der Umsatz um 5,4 Prozent, die Umsatzmarke von 8 Milliarden Euro wurde 2020 geknackt. Das Wachstum bleibt aber hinter der Konkurrenz zurück. Daher will Penny die Kund:innen jetzt mit einem neuen Konzept überzeugen.

Penny Filialen sollen zu „Super-Discountern“ werden - so sieht das neue Konzept aus

Das Unternehmen setzt dabei auf eine Umgestaltung der Filialen. Die Ware soll künftig übersichtlicher platziert werden, moderne Regale ersetzen die gestapelten Kartons auf Holzpaletten. Zudem soll ein höherer Fokus auf Bio-Produkte gesetzt werden. Das berichtete die Lebensmittelzeitung. Zudem sollen Obst und Gemüse im Eingangsbereich platziert werden, um bei den Kund:innen einen Eindruck von Frische zu erwecken. Auch die bisherige Längsanordnung der Regale wird künftig aufgegeben. Stattdessen will man den Kunden durch Kategorisierung und labyrinthartigen Aufbau gezielt durch die Filiale lotsen.

Es soll der Eindruck einer Markthalle entstehen. „Super-Discounter“ nennt Stefan Magel, Bereichsvorstand Handel Deutschland der Rewe Group, das Konzept gegenüber dem Blatt. Eine Mischung aus Supermarkt und Discounter also. Der Umbau ist bereits in vollem Gange. Insgesamt gibt es etwa 2.200 Märkte in Deutschland. Rund 150 dieser Filialen sind schon dem neuen Konzept angepasst worden. Weitere 600 sollen bis Ende 2021 folgen.

Auch Aldi, Lidl & Co setzen auf ähnliche Ideen - Penny will Stammkunden gewinnen

Dabei ist der Gedanke an sich gar nicht neu. Auch Konkurrenten wie Aldi und Lidl setzen auf ähnliche Gestaltungskonzepte - und verbuchen damit zumindest hinsichtlich der Zahlen Erfolge. Offenbar will Penny daran nun anknüpfen und seinen beiden stärksten Konkurrenten im Discounter-Bereich einige Stammkunden streitig machen. Denn viele Menschen haben eine Haupteinkaufstätte, die sie als erstes besuchen. Penny gilt bisher bei vielen als klassische Zweit-Einkaufsstätte.

Die Strategie scheint aufzugehen. In den umgebauten Filialen sei der Umsatz um „bis zu 15 Prozent“ höher als zuvor. So Magel zur Lebensmittelzeitung. Zudem kauften die Kund:innen im Durchschnitt mehr ein. Wie viel sich Penny diese Modernisierung kosten lässt, will Magel nicht beziffern. (mam)

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