Statt zehn nur neun Brötchen in Packung

Semmel-Eklat bei Penny: Verärgerte Kundin beschwert sich - Es hagelt böse Kommentare

Ein Einkaufswagen von Penny.
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Bei Penny gibt es einen Rückruf von einer Süßigkeit. Es droht Lebensgefahr.

Der Discounter Penny postet in den sozialen Medien die Beschwerde einer Kundin. Anstatt Verständnis zu zeigen, hagelt es für die Betroffene Kritik.

Ein Einkauf kann so einige Hindernisse und Ärgernisse bergen. Irreführende Preisauszeichnungen, schlechte Beratung, lange Wartezeiten an der Kasse vor allem am Wochenende oder defekte Leergut-Automaten. Wenn dann nach dem Verlassen des Supermarkts der Kassenbon Fehler aufweist, ist der Einkaufsfrust perfekt.

Penny am Pranger: Kundin enttäuscht von Discounter

Doch es geht noch schlimmer. Und zwar dann, wenn man erst Zuhause merkt, dass ein Produkt mangelhaft ist. So ist es einer Kundin von Penny* ergangen. Sie wurde offenbar „Opfer“ eines Fehlers beim Abpacken. In einer Packung, auf der zehn Brötchen abgebildet waren, will sie offenbar nur neun vorgefunden haben.

In dieser Packung von Penny war ein Brötchen zu wenig drin.

Die Kundin schrieb offenbar an Penny, der Discounter machte den Fall dann auf seinem Facebook-Kanal öffentlich. Auf dem Post zu sehen war ein Foto von der Verpackung und dem Inhalt. Tatsächlich fehlte ein Brötchen. Als Kommentar stand neben dem Bild: „Findet den Fehler! Hmm sehr enttäuscht, Penny“.

Penny antwortet auf Beschwerde von Kundin bei Facebook

Jetzt kann man sich fragen, warum die Kundin den Fehler nicht selbst postete. Vielleicht nahm ihn Penny nur auf, um damit zu zeigen, wie kulant man mit Beschwerden umgeht. Erst vor Kurzem hatte ein Penny-Kunde eine unschöne Überraschung im Feldsalat entdeckt.

Jedenfalls stammte der erste Kommentar zu dem Bild von Penny selbst. Der Discounter schrieb: „Oh man, das sollte natürlich nicht passieren. Wir würden das gerne prüfen und möchten dich bitten, uns den EAN- und WAWI-Code, das Mindesthaltbarkeitsdatum sowie die Adresse des Marktes, in dem du das Produkt gekauft hast zu senden. Damit wir dich bei Rückfragen etc. kontaktieren können, brauchen wir deinen vollständigen Namen, eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse, unter der wir dich erreichen können. Sende uns diese Angaben am besten per privater Nachricht.“

Penny: Kundin wird für Beschwerde heftig kritisiert

Doch darunter fanden sich weitere Kommentare. Und wer nun denkt, es hagelte einen Shitstorm für Penny, der irrt. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall. Einer kommentierte mit offensichtlichem Sarkasmus „Weltuntergang“. Ein anderer User fragte „Habt ihr nichts besseres zu tun?“ Bei einem anderen Discounter hatte ein Schild für reichlich Spott gesorgt.

Wieder andere wollten helfen. „Sollen wir dir das fehlende Brötchen sponsoren?“ Ein weiterer hämischer Kommentar lautet: „Hoffentlich seid ihr deswegen nicht verhungert?!“ Ein anderer User scheint genervt zu sein. „Jede lapali muss gepostet werden“, schrieb er. Auch in einem anderen Fall musste Penny reagieren. Eine Kundin will in einer Suppen-Dose eine Made gefunden haben. (mt) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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