1. tz
  2. Welt

An alle Foto-Liebhaber: Diese WhatsApp-Änderung betrifft besonders Sie

Erstellt:

Von: Franziska Schwarz

Kommentare

Symbolbild: Das grüne WhatsApp-Logo auf einem in der Hand gehaltenen Smartphone-Screen vor dunklem Hintergrund
WhatsApp ändert seine Medien-Einstellungen in selbstlöschenden Chats © Nikolas Kokovlis/Imago

Wer Wert auf sein Archiv an Bildern und Videos legt, muss künftig aktiv werden. Der Messenger WhatsApp speichert sie nicht mehr ohne Weiteres.

München - Erinnert sich noch jemand daran, wie man einen Analogfilm zum Entwickeln bringen und anschließend Fotoabzüge bestellen musste? Die dann noch vor dem Einkleben ins Album womöglich einen Knick erlitten. Von den nur einmalig existierenden Polaroids ganz zu schweigen.

Seit dem Siegeszug der Smartphones besitzen mutmaßlich viele Menschen mehr Fotos, die sie jederzeit erneut angucken können - ist ja alles digital gesichert. Wer oft WhatsApp nutzt, sollte jetzt aber aufhorchen: Für Fotos (und andere Medien) aus sich selbst löschenden Chats gilt das in Zukunft nicht mehr. Das berichtet die erfahrungsgemäß in diesen Dingen gut informierte Plattform wabetainfo.com. Die Veränderung betrifft demnach sowohl Android als auch iOS.

Neuerung bei WhatsApp betrifft Fotos in selbstlöschenden Nachrichten

Die sich selbst löschenden Chats sollen der Privatsphäre dienen. In ihnen mitgesendete Medien wurden zuvor allerdings automatisch in der Galerie abgespeichert. Damit ist laut dem Bericht demnächst Schluss. Mit dem Verschwinden der Nachricht ist auch das Foto verloren.

Wer Wert auf Fotos legt, kann sich aber behelfen: mit händischem Speichern. Das muss allerdings geschehen, solang die sich selbst löschende Nachricht noch aktiv ist.

WhatsApp-Streit: „Will selbst entscheiden, wann eine Nachricht gelöscht wird“

Im Forum von stadt-bremerhaven, die ebenfalls über diese WhatsApp*-Neuerung berichteten, entstand interessanterweise weniger ein Disput über das Update an sich, sondern über die grundsätzliche Haltung zu selbstlöschenden Nachrichten.

„Ich mag diese selbst löschenden Nachrichten nicht – ich will selbst entscheiden können, wann ich eine Nachricht lese und wann sie gelöscht werden kann… und wer mir solche Dinger schickt, den weise ich darauf hin und blocke ihn, wenn er diesen Unfug nicht sein lässt“, schrieb ein Leser.

Die Replik auf ihn: „Du zeichnest auch jedes gesprochene Gespräch im real life auf? Was interessiert einen was vor 1 Monat gesagt wurde?(...)s Ich mag selbst löschende Nachrichten nach ein paar Tagen sehr. Man muss sich auch nicht um den Speicherplatz kümmern.“

WhatsApp gehört der Facebook-Muttergesellschaft Meta. Wie die in ihrem jüngsten Quartalsbericht mitteilte, nutzten Ende 2021 2,8 Milliarden Menschen mindestens einmal täglich eine der vier Tochter-Plattformen Facebook*, Instagram*, Messenger und WhatsApp, was einem Zuwachs um acht Prozent im Jahresvergleich entsprach. Ein Verbraucherportal deckte nun eine gravierende WhatsApp-Einschränkung auf. (frs) *Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare