Onlinepetition

Berliner Mutter wehrt sich gegen Stillverbot in Cafés

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Viele Mütter stillen ihre Kinder lieber, anstatt ihnen die Flasche zu geben. In Cafés ist das aber meist nicht gern gesehen.

Berlin - In der Hauptstadt wurde eine Mutter mit ihrem Baby auf ein Stillverbot in Cafés hingewiesen. Mit einer Onlinepetition will sie nun dagegen vorgehen.

Blanke Brust mit Baby in der Öffentlichkeit unerwünscht? Eine Mutter aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg wehrt sich dagegen. Sie fordert mit einer Online-Petition ein Gesetz zum Schutz des öffentlichen Stillens. Anlass sei der Besuch mit ihrem Baby in einem Café gewesen, sagte Initiatorin Johanna Spanke am Mittwoch. Das Personal habe sie bei der Bestellung vorsorglich darauf hingewiesen, dass Kinder im Laden nicht gestillt werden dürften. 

Mit Blick auf die gesundheitlichen Vorteile müsse das Stillen gesellschaftlich mehr Akzeptanz finden, sagte Spanke. Die an das Familienministerium gerichtete Petition unterzeichneten bis Mittwochnachmittag mehr als 1000 Menschen.

Der Café-Betreiber erklärte, es gebe dort kein Stillverbot. Es könne im hinteren Teil des Geschäfts gestillt werden. Offenes Stillen, zum Beispiel am Fenster, untersage man - auch wegen Kundenbeschwerden. Die „Bild“-Zeitung zitierte den Betreiber mit den Worten: „Ich mach auch die Tür zu, wenn ich auf Toilette gehe und lass nicht die ganze Welt dran teilhaben.“

Die Kaffeerösterei hatte bereits 2012 für Wirbel gesorgt, weil sie mit einem Poller in der Tür Kinderwagen fernzuhalten versuchte. An der Tür hingen damals Logos, die etwa ein Verbot von Hunden und Kinderwagen andeuteten. Eine durchgestrichene Brust sei bei ihrem Besuch immerhin nicht zu sehen gewesen, sagte Spanke.

dpa

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