Auf den Galapagos-Inseln

Äußerst seltener Pinguin entdeckt - Detail macht ihn absolut einzigartig

Die Galapagos-Pinguine leben am Äquator in einem geschützten Nationalpark. Nun ließ sich dort ein ganz besonderer Artgenosse der Seevögel blicken.

  • Die Tierwelt auf den Galapagos-Inseln ist unvergleichlich.
  • Auch eine Pinguinart lebt dort.
  • Ein wirklich spezieller Seevogel wurde nun abgelichtet.

Galapagos-Inseln - Mit ihrem watschelnden Gang gehören sie zu den beliebtesten Tieren. Pinguine sind in vielen Zoos absolute Publikumslieblinge.

In der freien Natur sind die Galapagos-Inseln ein bekanntes Territorium der niedlichen Vögel. Unter den dort ansässigen Seevögeln wurde nun ein ganz besonderes Exemplar entdeckt: Ein komplett weißer Galapagos-Pinguin.

Ein solches Tier gibt es extrem selten zu bestaunen. Normalerweise haben Galapagos-Pinguine ein schwarzes Rückengefieder, auch der Kopf ist dunkel gefärbt. Nur das Bauchgefieder ist weiß. Warum das entdeckte weiße Tier nicht das typische Gefieder aufweist, ist noch offen. Der Galapagos-Nationalpark hat aber eine Vermutung.

Ein weißer Pinguin auf den Galapagos-Inseln.

Weißer Galapagos-Pinguin: Gendefekt schuld an gänzlich hellem Gefieder?

Demnach könnte der Pinguin an einem genetischen Defekt leiden, wie der Nationalpark am Donnerstag mitteilte. Eine mögliche Erklärung für das gänzlich weiße Gefieder sei der Leukismus. Dieser Gendefekt verursacht einen „teilweisen Verlust der Pigmentierung im Gefieder, während die Augenfarbe im Gegensatz zu Albinos normal bleibt“.

Bereits vor einer Woche wurde der weiße Galapagos-Pinguin auf der Insel Isabela gesichtet. Wie der Nationalpark angab, ist dies der erste registrierte Fall eines weißen Pinguins . Fälle von Albinismus oder Leukismus wurden auf den Galapagos-Inseln zuvor nur bei anderen Tieren festgestellt. So traten diese bei Haien, Eidechsen, Hummern und Finken auf.


Mit gerade 35 Zentimetern Körpergröße zählt der Galapagos-Pinguin zu den kleinsten Vertretern seiner Art. Ausschließlich am Äquator tritt diese Pinguinart auf.

Galapagos-Inseln: Heimat der Pinguine inspirierte Charles Darwin

Im Jahr 1979 wurden die Galapagos-Inseln zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt. Dort findet sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. So inspirierte die Inselgruppe auch den britischen Forscher Charles Darwin zur Entwicklung seiner Evolutionstheorie.

Das geschützte Territorium befindet sich rund eintausend Kilometer vor der Küste Ecuadors. Die Galapagos-Inseln wurden nach den einheimischen Galapagos-Riesenschildkröten benannt. (kh)

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