1. tz
  2. Welt

Piranha-Attacken? Vier Leichen aus Flüssen geborgen - Körper mit Bissspuren übersät

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Felix Durach

Kommentare

Ein Piranha schwimmt in einem Aquarium
Eine Serie von Vorfällen in Verbindung mit Piranhas hält Südamerika in Atem (Symbolbild). © Mitar Gavric/Imago-images

Serie von tödlichen Vorfällen in Paraguay. Im Jahr 2022 wurden bereits vier Leichen aus Flüssen geborgen, die in Verbindung mit Piranha-Angriffen stehen könnten.

Asuncion - Gleich mehrere tödliche Vorfälle in Paraguay halten in den letzten Tagen ganz Südamerika in Atem. Vier Menschen sind dabei ums Leben gekommen, nachdem sie wie viele Einwohner Paraguays aufgrund der hohen Abkühlung in den Flüssen und Seen des Landes gesucht hatte. Ein Detail an den Todesfällen klingt dabei wie aus einem schlechten Horror-Film entnommen: Die Körper der Opfer waren zum Teil übersät mit Bissspuren von Piranhas.

Piranha-Alarm in Südamerika? Vier Todesopfer mit Bissspuren aus Flüssen gezogen

Wie das britische Portal Daily Mail berichtet, soll sich der erste Vorfall am vergangenen Sonntag ereignet haben. Ein 22-Jähriger hatte sich im Rio Paraguay abkühlen wollen, als er plötzlich im Wasser verschwand. Die anderen Badegäste, die durch das Verschwinden alarmiert wurden, begaben sich auf die Suche nach dem 22-Jährigen und fanden ihn 45 Minuten später leblos wieder. Am Körper des Opfers konnten vermehrt Bissspuren festgestellt werden, die auf Piranhas zurückzuführen seien.

Wenig später verschwand auch ein 49-Jähriger im Rio Paraguay und konnte kurze Zeit später nur noch tot und mit Bissspuren versehen aus dem Wasser gezogen werden. Die Behörden gehen jedoch in diesem Fall davon aus, dass der Mann im Wasser einen Herzinfarkt erlitten hatte und erst danach von Piranhas angegriffen wurde.

Piranhas in Paraguay: Mehrere Vorfälle - Fische vor allem zur Brutzeit aggresiv

Ebenfalls am Sonntag wurden die leblosen Körper von zwei weitere Menschen im Fluss Tebicuary gefunden, an denen ebenfalls die Bissspuren von Piranhas festgestellt werden konnten. Solche Angriffe sind nicht untypisch für den Sommer in Südamerika, wenn die Tiere sich reproduzieren und dafür an seichte Stellen der Flüsse in Ufernähe kommen. Die zuständigen Behörden warnen deshalb davor, zur Laichzeit der Fische in den Flüssen zu baden, da Piranhas aggressiv werden können, wenn sie ihre Eier bedroht sehen.

Auch wenn bei keinem der Vorfälle der Piranha-Angriff sicher als ursächlich für den Tod der Schwimmer angesehen werden kann, kommt es zumindest immer öfter zu Verletzungen durch die Fische. So verlor zuletzt ein Schwimmer im Rio Parana nach einem Piranha-Angriff seinen großen Zeh.

Piranha-Angriffe in Südamerika? Im Normafall keine Gefahr für Schwimmer

Grundsätzlich werden Piranhas als nicht aggressiv gegenüber Menschen eingestuft. Die Fische konzentrieren sich bei der Jagd im Normalfall eher auf kleinere im Wasser lebende Tiere. Deswegen ist das Baden in Gewässern, die von Piranhas bewohnt werden, im Grunde auch möglich. Gefahr besteht jedoch, wenn die Tiere unter Stress stehen oder ihre Brut bewachen. Dann können die Fische aggressiv werden und auch in größeren Gruppen angreifen. Zu regelmäßigen Unfällen käme es vor allem bei Anglern, wenn diese Piranhas unsachgemäß vom Haken entfernen. Dann können sich die Tiere mit ihren scharfen Zähnen in den Fingern oder der Hand verbeißen.

Dramatisch ging es kürzlich auch in Südafrika zu. Dort wurde eine junge Frau von einem Krokodil getötet. (fd)

Auch interessant

Kommentare