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Pistenraupe aus Versehen nach Norddeutschland geliefert

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Seefeld - Mit der Vielzahl der vielen Orte namens Seefeld war ein Speditionsfahrer aus Baden-Würtemberg wohl überfordert - und verfuhr sich deshalb mal eben um schlappe 750 Kilometer.

Wer Seefeld in Wikipedia eingibt, wird überrascht sein. Über 20 Gemeinden oder Ortsteile in Deutschland, Österreich und der Schweiz tragen diesen Namen. Das kann aber auch verwirrend sein. Auch den Fahrer einer Unterländer Speditionsfirma brachten die vielen Seefelds wohl durcheinander - was zu einer lustigen Geschichte führte, wie nun unter anderem das Stormaner Tageblatt berichtet.

Eine Pistenraupe in Norddeutschland

Der Tourismusverband Seefeld in Bayern hatte eine neue Pistenraupe bestellt. Diese sollte von der beauftragten Firma nach Seefeld geliefert werden. Seefeld in Tirol wohlgemerkt, ein unter Wintersportlern bekannter und beliebter Skiort nahe Innsbruck. Doch der Speditionsfahrer machte sich über seine Ladung offenbar nicht allzu viele Gedanken. Für ihn gab es nur einen Ort namens Seefeld: der Ortsteil der Kreisstadt Bad Oldesloe im Landkreis Stormarn im schönen Schleswig-Holstein. Auf die Idee, dass man dort so etwas wie eine Pistenraupe eher nicht gebrauchen könnte, kam der Mann nicht.

Skitourist erkennt das Logo

Dort angekommen wollte ihm aber erst mal niemand seine Ladung abnehmen. Wie es der Zufall so wollte, lief aber ein Stammgast des Tiroler Wintersportortes gleichen Namens an dem einsamen Pistenbully vorbei und erkannte - im Gegensatz zum Speditionsfahrer - sofort das am Gerät angebrachte Logo. Ahnend, dass hier etwas schief gelaufen sein musste, schickte er ein Bild an den Tourismusverband in Seefeld. Dessen Direktor Elias Walser kommentierte trocken:  „Der Pistenbully schaut super aus, nur leider steht er im falschen Seefeld.“

Einfach mit Humor nehmen

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Um diese Strecke verfuhr sich der Fahrer mit der Pistenraupe

Dass der Fahrer nun 950 Kilometer statt der etwa 200 Kilometer zurückgelegt hat, die es vom Speditionsort Laupheim in Baden-Würtemberg bis nach Seefeld in Tirol gewesen wären, nimmt zumindest der Auftraggeber mit Humor. „Für mich ist der Fahrer eindeutig der Mitarbeiter des Monats.“, so Walser. In den letzten Tagen hätte es für die neue Pistenraupe ohnehin nicht viel zu tun gegeben. Nun wurde versprochen, dass das Gerät spätestens am Freitag am richtigen Ort ankommt. Diesmal hat der Fahrer hoffentlich das richtige Seefeld ins Navi eingegeben.

kah

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