Fund in Australien

Riesen-Begeisterung: Seltenes Tier sieht aus wie Pikachu - doch es hat ein großes Problem

Eine seltene Opossum-Art
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Pikachu oder Opossum? Dieses seltene Tier wurde in Australien gerettet.

In Australien nahm eine Tierklinik ein junges Opossum auf, das große optische Ähnlichkeit zum Pokémon Pikachu aufweist - das sorgte im Netz für Begeisterung.

Boronia - Eine goldgelbe Fellfärbung, große Ohren mit zulaufender Spitze und schwarz glänzende Knopfaugen: Im australischen Boronia nahmen Tierschützer:innen vor einiger Zeit eine seltene Opossum-Variante auf, die die Community im Netz doch sehr an einen japanischen Anime-Helden erinnerte. Auf ihrem Facebook-Account postete das Team der Tierklinik von Boronia das Foto eines weiblichen Jungtiers, das auf einem Wollstoff sitzt und mit großen Augen in die Kamera blickt.

Tierklinik nimmt „goldenes“ Opossum auf: Die Farbe entsteht durch eine Mutation

Das „goldene“ Opossum, das in der Klinik abgegeben worden war, erhalte seine Farbe durch eine Mutation, erklärten die Expert:innen im Text des Postings. Die genetische Veränderung sorge dafür, dass das Tier einen geringeren Anteil an Melanin, also dunklen Farbpigmenten, hat - es bleibt damit deutlich heller als seine normalerweise grau-braun gefärbten Artgenossen.

Und auch wenn das Opossum mit seinem gelben Pelz stark an das Pokémon Pikachu erinnert, das aus Videospielen und dem zugehörigen Anime bekannt ist, ist seine optische Besonderheit nicht unbedingt ein Vorteil in der freien Wildbahn: Die Tierklinik berichtete in ihrer Vorstellung des Tieres weiter, dass die Färbung keine gute Tarnung bietet und damit für besondere Aufmerksamkeit von Fressfeinden sorgt. Und weil Opossums eben nicht wie Pikachu Blitze abgeben und Stromschläge zur Gegenwehr verteilen können, sind die gelben Exemplare der Beutelratten extrem selten in freier Wildbahn.

Opossumdame im Pikachu-Look: „Ich kann das wirklich nicht meiner Tochter zeigen“

In Boronia werde das Jungtier nach dem Fund von Tierschützer:innen aufgezogen, hieß es unter dem Post, anschließend wolle man das „goldene“ Opossum in ein Naturschutzgebiet bringen, damit das Weibchen dort ein langes und glückliches Leben führen könne - das dauert bei Opossums in freier Wildbahn etwa zwei bis drei Jahre, in Gefangenschaft können die Beuteltiere bis zu fünf Jahre alt werden. Die Community freute sich über das ganz besondere Tier: „Schön, dass sie in Sicherheit sein wird“, kommentierte eine Nutzerin, „ist sie nicht hübsch?“, fand eine andere. Auch die Vergleiche mit Pikachu häuften sich unter dem Posting, und das sorgte für ein ganz anderes Problem bei einer Mutter: „Ich kann das wirklich nicht meiner Tochter zeigen, sonst wird sie darauf bestehen, dass wir ein echtes Pokémon bekommen.“ (eu)

Ein anderes Tier galt bis vor Kurzem als ausgestorben - jetzt haben es Forscher doch wieder entdeckt. Vor einer bestimmten Mückenart wird nun hingegen in Deutschland gewarnt.

Video: Opossum schubst Stinktier in Teich

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