„Fällt mir schwer, sie Carabinieri zu nennen“

Folter und Erpressung: Schwerkriminelle Carabinieri in Norditalien aufgeflogen? Schockierende Vorwürfe

Ein italienischer Polizist steht neben einem Polizeiwagen.
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Sechs Polizisten in Italien wurden festgenommen. Ihnen werden schwere Verbrechen vorgeworfen. Foto: Roberta Basile/Pacific Press via Zuma Press/dpa

In der italienischen Stadt Piacenza wurden Polizisten festgenommen. Unter ihnen auch der Leiter einer Station. Sie sollen schwerste Straftaten begangen haben.

  • Eine Gruppe von Polizisten wurden in Piacenza/Italien festgenommen.
  • Es handelt sich um den Großteil der Beamten des Standorts.
  • Sie sehen sich unter anderem den Vorwürfen von Folter, Erpressung und Drogenhandel ausgesetzt.

Piacenza - In der über 100.000 Einwohner großen Stadt Piacenza in Norditalien sind kriminelle Machenschaften innerhalb der örtlichen Polizei aufgeflogen. Mindestens sechs der dort stationierten Beamten werden schwere Verbrechen vorgeworfen. Es handelt sich um den Großteil der Belegschaft der Polizeistation Levante - unter ihnen soll sogar ein Leiter sein.

Polizisten in Italien festgenommen: Carabinieri schocken mit kriminellen Handlungen

Die Polizisten sollen schwere Straftaten wie Folter, Erpressung und Drogenhandel begangen haben. Mindestens sechs von ihnen wurden bereits festgenommen. Der besagte Leiter ist derzeit in Hausarrest. Gegen viele weitere Polizeibeamten wird derzeit jedoch weiter ermittelt. Die Polizeistation sei deshalb bereits geschlossen worden.

Staatsanwältin Grazia Pradella äußerte sich bereits vor der Presse in Piacenza in der Region Emilia-Romagna zu den Vorkommnissen und zeigte sich entsetzt: „Es fällt mir schwer, diese Personen Carabinieri zu nennen, denn ihr Verhalten war kriminell.“

Polizisten in Italien festgenommen: Kollege zeigte Beamten an

Durch den Einsatz eines Beamten sind die Ermittlungen gegen die Verdächtigen überhaupt ins Rollen gekommen. Er erstattete Anzeige gegen seine Kollegen. Bereits seit längerem sollen die Ermittlungen laufen. Wie die italienische Zeitung la Republica berichtete, sollen die Verbrechen bereit seit 2017 begangen worden sein. Somit hatte die Untersuchung jahrelange illegale Straftaten aufgedeckt. Bei den Ermittlungen sollen Abhörmaßnahmen vorgenommen worden sein.

Anscheinend sollen die Beschuldigten engen Kontakt ins Drogenmilieu gehabt haben. In Rom teilte das Generalkommando mit, dass die Beschuldigten vom Dienst suspendiert wurden. Auch Piacenzas Bürgermeisterin, Patrizia Barbieri, meldete sich zu den Ereignissen: „Die Nachricht über die Odysseys-Operation erstaunt und bestürzt.“ Gleichzeitig bedankte sie sich für die erfolgreiche Ermittlungsarbeit. (jbr)

In Deutschland ereignete sich indessen in einem Freizeitpark eine Massenschlägerei - aus einem irrwitzigen Grund. Auf Mallorca ereignete sich ein rätselhaftes Unglück: Ein deutscher Urlaub ist bei einem Strandspaziergang umgefallen und war sofort tot.

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