Unfälle und Straftaten

Polizei rechnet mit zunehmenden Gefahren durch Drohnen-Boom

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Drohne und Flugzeug

Kaufbeuren - Die deutsche Polizei rechnet in den kommenden Jahren mit zahlreichen zusätzlichen Einsätzen durch den Boom bei privaten Drohnen. Mit Unfällen und Straftaten sei zu rechnen.

Die Zahl ziviler Drohnen in der Bundesrepublik werde sich nach Schätzungen in den nächsten drei Jahren auf 1,2 Millionen verdreifachen, sagte Thomas Hampel, Inspekteur der Bayerischen Polizei, am Montag bei einer Tagung zur Drohnenabwehr in Kaufbeuren im Allgäu. „Das ist ein bedeutendes Thema für den Bereich der inneren Sicherheit“, sagte Hampel.

Drohnen: Straftaten und Unfälle

Mit Drohnen könnten zahlreiche Straftaten begangen werden. „Es beginnt mit dem einfachen Ausspähen der Nachbarn.“ Insbesondere der Missbrauch durch Terroristen sei eine Herausforderung für die Sicherheitsbehörden. „Die technologische Entwicklung ist rasant“, meinte Hampel.

Verstärkt kommt es auch zu Unfällen durch abgestürzte Drohnen. Erst vor wenigen Tagen stieß auf dem Münchner Autobahnring eine Autofahrerin mit einer falsch gelandeten Drohne zusammen. Im November schlug im Olympiapark in München eine Drohne neben einer Familie ein.

Die Deutsche Telekom bietet seit wenigen Wochen ihren Kunden ein „Drohnenschutzschild“ an. Unternehmen könnten sich gegen Industriespionage schützen und bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen könnten Drohnen-Angriffe abgewehrt werden, berichtete ein Vertreter des Unternehmens bei der Tagung. Bislang habe die Telekom rund 90 Kunden für das Abwehrsystem.

dpa

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