Rettungskräfte behindert

Polizei verwarnt 20 Gaffer: 60 Euro und ein Punkt

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Hier läuft es richtig: Autofahrer warten mit großem Abstand zum Geschehen an einer Unfallstelle. Foto: Jan Woitas

Erneut behindern Gaffer bei einem Unfall die Rettungskräfte. Die Polizei verwarnt 20 Personen, die die Unfallstelle filmen und Fotos machen.

Altdorf (dpa) - 20 Gaffer hat die Polizei verwarnt und zur Kasse gebeten, weil sie bei einem Unfall die Rettungskräfte behindert haben. Die Menschen filmten die Unfallstelle mit ihren Handys und machten Fotos. Daraufhin mussten sie jeweils 60 Euro zahlen, wie die Polizei mitteilte.

Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet. Da die Gaffer ihr Handy am Steuer nutzten, bekamen sie zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Bei dem Unfall auf der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Nürnberg und Altdorf war ein Wohnmobil auf einen Lastwagen aufgefahren. Dabei wurde ein Mensch leicht verletzt.

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder vor, dass Autofahrer im Stau die Rettungsgasse nicht frei hielten und beim Vorbeifahren an der Unfallstelle Videos machten. Besonders nach dem Busunglück in Nordbayern, bei dem 18 Menschen starben, wurden Gaffer heftig kritisiert.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwägte, das Bußgeld für Gaffer zu erhöhen. "Es ist in der Tat unverantwortlich und beschämend, wenn auf der Gegenfahrbahn die Geschwindigkeit drastisch vermindert wird, um zu sehen, was passiert ist", sagte er nach dem Busunfall im ARD-"Brennpunkt".

Seit Ende Mai gilt es als Straftat, bei Unglücksfällen vorsätzlich Einsatzkräfte zu behindern, die Hilfe leisten oder leisten wollen. Darauf stehen nun Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Haft.

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