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Böse Überraschung in der Nacht: Aggressives Tier schlägt Frau in die Flucht - dann rückt Polizei an

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Von: Marcus Giebel

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Ein Possum sitzt im Dunkeln auf einem Ast und schaut in Richtung Kamera
Sieht doch ganz entspannt aus: Possums haben in Neuseeland und Australien kein wirklich hohes Ansehen. (Symbolbild) © IMAGO / Eibner

Eine Frau wollte nur die wenigen Meter von ihrem Haus zu ihrem Auto zurücklegen, doch ein tierischer Eindringling hatte etwas dagegen. In ihrer Panik rief die Dame die Polizei.

München - Die Gefahr lauerte direkt vor der Haustür. Im Dunkeln. Als eine Frau in Dunedin im Süden Neuseelands eines späten Abends ihr Haus verließ und in ihr Auto steigen wollte, wusste ein plötzlich heranschnellender aggressiver Vierbeiner diesen Plan zu vereiteln. Die Dame bekam einen solchen Schreck, dass sie kehrtmachte und zurück in die Geborgenheit der eigenen vier Wände flüchtete.

Nach draußen traute sie sich alleine nicht mehr. Deshalb verständigte die Frau die örtliche Polizei. So erklärte es Senior Seargent Craig Dinnissen laut New Zealand Herald. Also rückten die alarmierten Einsatzkräfte aus, um die panische Lady aus ihrer misslichen Lage - um nicht zu sagen: Geiselhaft - zu befreien.

Possum hält Frau und Polizei mitten in Stadt in Atem

Und siehe da: Auch die Polizei wurde direkt unfreundlich vom kleinen Störenfried begrüßt. Als die Streife gegen 23 Uhr das Grundstück betrat, bestürmte das Tier, das sich als junges Possum entpuppte, sie und kletterte am Bein eines Officers hinauf.

Der blieb jedoch standhaft und so wurde der aufdringliche Eindringling schließlich seines vorübergehenden Reviers verwiesen. In einem entlegenen Gebiet außerhalb der Stadt setzte die Polizei den Beutelsäuger aus, um weitere Scherereien zu vermeiden.

Video: Possum aus Mamas Beutel gerettet

Aggressives Possum bekommt Spitznamen „Blacks Road Ripper“

Bilanz des Einsatzes: Weder Mensch noch Tier seien verletzt worden, das Possum kann nun woanders Schrecken verbreiten oder einfach entspannter in den Tag hinein leben. Seinen Spitznamen hat es jedenfalls weg: „Blacks Road Ripper“ - in Anlehnung an die Straße, in der seine vorübergehende Geisel lebt.

Die Polizei geht davon aus, dass das Possum entweder als Haustier gehalten wurde und entlaufen ist oder wild lebte und von seiner Mutter getrennt wurde. Während die hierzlande geläufigeren Opossums in Amerika zu Hause sind, kommen Possums in der neuseeländischen und australischen Wildnis vor. Vor allem in bestimmten Regionen wie Tasmanien oder dem Süden Australiens.

Possums werden so groß wie Katzen und wühlen sich auch durch Müll

Sie sind nachtaktiv und schlafen vor allem in Baumhöhlen oder unter Baumstümpfen. Ausgewachsen messen Possums bis zu 55 Zentimeter - etwa so viel wie Katzen - und können mehr als fünf Kilo auf die Waage bringen. Je nach Rasse können sie vier bis 15 Jahre alt werden.

Possums ernähren sich vor allem von Schnecken, Würmern, Fröschen und Insekten. Allerdings bedienen sie sich auch in Mülltonnen, weshalb sie als Allesfresser gelten. Und damit ist auch schon das große Problem benannt: Obwohl die Tiere eigentlich scheu sind, nisten sie sich durchaus auch in Wohngegenden ein, wenn sie sich an Menschen gewöhnen.

Possums quartieren sich auf Dachböden ein und hinterlassen Spuren

So können Possums für Campingplatz-Bewohner zur Plage werden. Aber auch für Hausbesitzer, denn sie quartieren sich schonmal auf Dachböden ein und hinterlassen mit ihren scharfen Krallen nicht zu übersehende Spuren. Aus diesen Gründen sind sie in Neuseeland wie Australien nicht besonders beliebt. Der „Blacks Road Ripper“ hat da nun auch nicht gerade für Besserung im Binnenverhältnis gesorgt. (mg)

Derweil hat eine australische Familie auf ihrem Hinterhof einen vom Aussterben bedrohten Dingo entdeckt. Mit einem kleinen Hilfsmittel hat sich ein Mann aus den Klauen eines Krokodils befreit.

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