Priester tauschte Kinderpornos - Bewährungsstrafe

Brilon - Ein katholischer Priester aus dem Sauerland ist am Donnerstag wegen Verbreitung kinderpornografischer Schriften zu 22 Monaten Bewährungsstrafe und 20 000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Der 33-jährige Vikar hatte vor dem Schöffengericht in Brilon zugegeben, unter einem Pseudonym in einem Internet-Tauschring für Kinderpornos aktiv gewesen zu sein. Auf zwei Rechnern des Geistlichen fanden Beamte 650 Bilder und 14 Videos mit kinderpornografischen Inhalten.

Der Priester ließ den Prozess regungslos mit gesenktem Kopf und gefalteten Händen über sich ergehen. In seinem letzten Wort sagte er: “Ich habe gefehlt, ich bereue es zutiefst.“ Aufgeflogen war der in der Kirchengemeinde Brilon beliebte Priester durch Ermittlungen in Süddeutschland. Bei einem Mitglied des Tauschringes waren Hinweise auf die Email-Adresse des Vikars aus dem Sauerland gefunden worden.

Das Erzbistum Paderborn wird nun ein innerkirchliches Strafverfahren einleiten. “Ein weiterer Einsatz in der Seelsorge ist schlecht vorstellbar“, sagte Bistumssprecher Ägidius Engel. Letztlich werde in Rom entschieden, was mit dem Vikar passiere.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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