Problem-Storch nervt Dorf in Brandenburg

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Ein Weißstorch steht vor der Eingangstür eines Hauses. Foto: Ralf Seidel/Archiv

Glambeck (dpa) - Ein liebestoller Storch geht den Bewohnern des brandenburgischen Dorfes Glambeck mit Schnabelattacken auf Autos und Fensterscheiben auf die Nerven.

"Wenn morgens um halb sechs der Storch immer wieder ans Schlafzimmerfenster klopft, ist das nicht so nett", sagte Glambecks Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase. Auch dunkle Autodächer werden Ziel des Tieres, das dicke Kratzer im Lack hinterlässt. Anwohner ließen deshalb keine Fahrzeuge mehr auf der Straße stehen. Zuvor hatte die "Märkische Allgemeine" darüber berichtet.

Der Grund für die Schnabelattacken: männliche Rivalität. Seit seiner Ankunft Anfang Mai attackiert der sechsjährige Storch das im Dorf brütende Storchenpärchen - und alle anderen vermeintlichen Rivalen, die er in spiegelnden Flächen zu sehen glaubt. "Er ist offensichtlich sehr hormongesteuert", sagte die Storchenexpertin Nadine Bauer vom Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. Normalerweise geben Störche nach einem verlorenen Kampf um das Nest auf und ziehen weiter. "Aber es gibt auch bei Störchen solche und solche Charaktere", sagt Bauer.

Die Frechheit könnte Erfolg haben: Am Freitag kehrte der angestammte Storch nicht mehr zum Weibchen zurück, stattdessen kam der Nebenbuhler zu Besuch. "Wir hoffen sehr, dass sich die Lage beruhigt, wenn er jetzt seine Vaterrolle ernst nimmt", sagte Peltzer-Blase.

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