Vorwurf fahrlässige Tötung

Prozess um verhungerten Jungen: Urteil erwartet

+
Im nordrhein-westfälischen Medebach steht eine 28-jährige Jugendamtsmitarbeiter (l) vor Gericht. Ihr wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Foto: Bernd Thissen

Medebach (dpa) - Im Prozess um einen verhungerten Jungen im sauerländischen Medebach wird heute (09.30 Uhr) das Urteil gegen die angeklagte Mitarbeiterin des Jugendamtes erwartet. Ihr wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Der zweijährige Anakin war vor drei Jahren aufgrund extremer Unterversorgung gestorben. Seine neun Monate alte Schwester konnte von Ärzten gerettet werden.

Im Prozess vor dem Amtsgericht Medebach geht es darum, ob sich die Jugendamts-Mitarbeiterin ausreichend um die Familie gekümmert hat. Vor den Plädoyers und der Urteilsverkündung werden noch zwei Zeugen gehört, ein gesetzlicher Vertreter des Mädchens und ihre heutige Pflegemutter. Sie sollen über die Entwicklung des Mädchens berichten.

Die neunfache Mutter muss sich in einem weiteren Verfahren noch vor dem Landgericht Arnsberg verantworten.

Auch interessant

Meistgelesen

Nach Brandstiftung: 15-Jähriger wird zu Millionenstrafe verurteilt
Nach Brandstiftung: 15-Jähriger wird zu Millionenstrafe verurteilt
Absturz-Ermittler hält Rätsel um Flug MH370 für gelöst
Absturz-Ermittler hält Rätsel um Flug MH370 für gelöst
Vergiftetes Pausenbrot - Polizei prüft mehrere Krankheitsfälle
Vergiftetes Pausenbrot - Polizei prüft mehrere Krankheitsfälle
Junge (5) fragt, ob er Hund streicheln darf - dann passiert etwas Furchtbares
Junge (5) fragt, ob er Hund streicheln darf - dann passiert etwas Furchtbares

Kommentare