Für diese Recherchen gab es den Pulitzer-Preis

New York - Die Nachrichtenagentur AP hat den begehrten Pulitzer-Preis erhalten. Sie hatte in einer Artikelserie einen Skandal aufgedeckt. Welche Recherchen noch ausgezeichnet wurden.

In mehreren Artikeln enthüllte die AP, dass die Beamten der New Yorker Polizei mithilfe eines CIA-Mitarbeiters mehrheitlich von Muslimen bewohnte Viertel, sowie Firmen und Gotteshäuser ausspionierten, um Terroranschläge zu vereiteln.

Der zweite Pulitzer-Preis für investigative Recherche ging an die “Seattle Times“ für eine Serie von Berichten über Fälle, in denen Patienten mit chronischen Schmerzen versehentlich eine Überdosis Methadon erhielten. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der “Philadelphia Inquirer“ für seine Berichte über die umfassende Gewalt an Schulen der Stadt.

Die AP-Serie zeigte, dass die Polizei systematisch Predigten auswertete, Beamte in Universitäten einschleuste und unbescholtene Bürger fotografierte. Einzelpersonen und Gruppen wurden überwacht, obwohl es keine Hinweise auf Verbindungen zu Terrorismus gab. Polizeichef Raymond Kelly und Bürgermeister Michael Bloomberg haben das Programm als legales Mittel verteidigt, um die Stadt zu schützen.

Preis für Aufdeckung von vertuschtem Missbrauchskandal

Die “Patriot-News“ in Harrisburg im US-Staat Pennsylvania erhielten den Pulitzer-Preis für Lokaljournalismus. Ihre Redakteure deckten einen über Jahre vertuschten Missbrauchskandal auf, der einen der berühmtesten Collage-Football-Trainer der USA seinen Posten kostete. Die “New York Times“ erhielt zwei Pulitzer-Preise für ihre Erklärstücke und ihre internationale Berichterstattung. Erstmals gewann auch die Online-Zeitung “Huffington Post“ einen Pulitzer-Preis.

Die Mitarbeiter der “Tuscaloosa News“ aus dem Staat Alabama wurden für ihre Berichterstattung über einen tödlichen Tornado ausgezeichnet. Die Jury honorierte ihre Verschmelzung traditioneller Reportage mit der Nutzung sozialer Medien, durch die die Zeitung in Echtzeit informierte und auch bei der Suche nach Vermissten half, während weiterhin trotz Stromausfall in die Tiefe gehende Geschichten für den Druck produziert wurden.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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