Pussy Riot kämpft mit neuen Mitgliedern weiter

Hamburg - Die freigelassene Pussy-Riot-Aktivistin Jekaterina Samuzewitsch will ihre Proteste gegen die russische Regierung fortsetzen. Das sagte sie in einem Interview.

„Außer uns gibt es viele andere politische Gefangene. Der Kampf von Pussy Riot geht deshalb weiter“, sagte die Musikerin dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Spekulationen über eine Spaltung der Gruppe bezeichnete Samuzewitsch als „Quatsch“: „Im Gegenteil, neue Frauen sind zu uns gestoßen. Wir sind jetzt rund 20.“

Konzerte im Ausland schloss die Aktivistin aus. „Wir brauchen keine Auftritte im Westen, um Putins Regime unter Druck zu setzen.“ Die Strafe gegen Pussy Riot zeige, dass dies gelungen sei. Angst hat Samuzewitsch nach dem Prozess nicht. „Ich fahre ganz normal mit der Metro“, sagte sie. Ein Berufungsgericht hatte Samuzewitsch am Mittwoch freigesetzt, Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina müssen hingegen zwei Jahre Straflager antreten.

dapd

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