Ärger mit der Technik

„An wen schicke ich die Fotos von QR-Codes?“ Moderatorin sorgt mit Technik-Frage ihrer Mutter für Lacher

Ein Handy auf dessen Bildschirm ein QR-Code zu sehen ist.
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QR-Codes finden immer größere Verwendung. Aber nicht alle kommen damit so einfach zurecht.

Nicht immer ist es leicht der rasanten Entwicklung der Technik zu folgen. Gerade für den älteren Teil der Bevölkerung stellt das eine große Herausforderung dar.

QR-Codes (Quick Response) sind zu einem beliebten Mittel der schnellen Übermittlung, Registrierung oder Weiterleitung auf Websites geworden. Hierbei scannt man ein schwarz-weißes Muster mit der Kamera des Smartphones. Aber aufgepasst: Nicht immer sind die Geräte dazu in der Lage. Wenn nicht über die Verwendung einer bestimmten App angefragt wird, dort einen bestimmten Code zu scannen, könnte man eine eigens dafür entwickelte App benötigen, die man aber leicht in einem App- oder Playstore auf dem Handy herunterladen kann.

So finden die QR-Codes auch während der Coronapandemie Verwendung. Zum Beispiel bei der sogenannten Luca-App, die für den Check-In und Check-Out bei Veranstaltungen genutzt werden kann, indem man einfach einen QE-Code am Eingang scannt und die nun auch in der Lage ist, Testergebnisse direkt aufs Handy zu melden. Auch den digitalen Impfnachweis kann man als QR-Code bekommen.

QR-Codes: Moderatorin sorgt mit Technik-Frage ihrer Mutter für Lacher

An der Hürde des Verständnisses für diese Codes scheiterte nun offenbar die Mutter einer bekannten australischen Radio-Moderatorin. Ihre Mutter wandte sich an Jess Eva, um um Hilfe bei der Verwendung der Muster zu bitten. Sie hatte zwar verstanden, dass es etwas mit der Kamera des Handys zu tun hatte, wie man die Codes ausliest, hatte aber angenommen, dass man sie nur fotografieren müsste. Jess Eva dachte zunächst, dass es sich um einen Scherz handelte und teilte schließlich den Chatverlauf auf ihrer Instagram-Seite.

Übersetzung: Tut mir leid, wenn ich dumm klinge aber ich bin mir nicht sicher, wen ich fragen soll. Wem sende ich die ganzen Bilder der QR-Codes zu. Ich mache immer die Bilder davon. Mein **** Handy ist voll damit. Ich habe keine Information von der Regierung oder sonst irgendwem, was ich damit tun soll, und ich will nicht, dass mein Handy damit voll ist. ----- Machst du Witze? ----- Über was? ----- Ob das ein Scherz ist?

QR-Codes: Missverständnis ist kein Scherz

Es sieht wohl danach aus, dass die Mutter keine Scherze machte. Jess kommentierte ihren Post mit den Worten: „OMG Mama!!! Vielleicht braucht es Aufklärung für unsere älteren Freunde über QR-Codes.“ Sie nahm es offenbar mit viel Humor und ihre Follower auf Instagram taten es ihr nach. Einer der Nutzer schreibt so: „Das ist goldwert. Unsere Eltern muss man einfach lieben, mein Vater hat das Haus seit dem Lockdown nicht verlassen. Er denkt, er darf das Haus nicht verlassen und versteht nicht, warum Läden offen haben“.

Ein anderer schreibt: „Das könnt meine Mutter sein“. Aber nicht nur Humor löst der Post aus, sondern auch Verständnis. „Ich verstehe das. So viele ältere Menschen sind davon verwirrt. Zurückgelassen in dieser verrückten Welt. Sie sehen halt wie Leute etwas tun, dass danach aussieht ein Foto zu machen. Ich kann es so verstehen“, schreibt ein Dritter unter das Bild.

QR-Codes: Ältere Mitbürger werden zurückgelassen

Es bleibt also zu sagen, dass das Aufwachsen mit der modernen, sich stetig entwickelnden Technik, junge Menschen durchaus befähigt, damit umzugehen und der Nutzen für solche Umstände wie während der Pandemie ist unumstritten. Dennoch darf man diejenigen, die sich nicht von Kindesbeinen an damit auskennen nicht einfach zurücklassen. Denn auch, wenn es für einen Lacher gut ist: Ohne Erklärung für die Älteren der Gesellschaft lässt man diese in einer gefährlichen Unwissenheit zurück, denn Trickbetrug im Internet trifft häufig Ältere, die sich in diesem Umfeld nicht so gut auskennen, wie eine Münchnerin 2019 erst erfahren musste.

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