Auf den Philippinen

Querschläger töten Kinder in Silvesternacht

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Ein kleiner Junge mit Verletzungen vom Silvester-Feuerwerk wartet in einem Krankenahus in Manila darauf, dasss Ärzte sich um ihn kümmern.

Manila - Bei traditionellen Schüssen in der Silvesternacht auf den Philippinen sind ein Baby und ein Kleinkind durch Querschläger getötet worden.

Ein drei Monate alter Junge wurde in der nördlichen Stadt Caoayan in den Kopf getroffen und starb im Krankenhaus, wie der Polizeichef der Provinz Ilocos Sur, Jemar Modequillo, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. In der Nachbarprovinz Ilocos Norte wurde ein zweijähriger Junge von einer Kugel getroffen.

Laut Modequillo hatte die Kugel, die in der Neujahrsnacht in Caoyacan in die Luft gefeuert wurde, das Dach des Elternhauses durchschlagen und dann das in seinem Zimmer liegende Baby getroffen. Die Polizei fahndet nun nach dem Schützen, die Regionalregierung von Iloco Sur setzte eine Belohnung aus. Nach Angaben des Polizeichefs von Iloco Norte, Gerardo Ratuta, schlief auch der Zweijährige, als ein Querschläger ihn in seinem Elternhaus traf. Der Junge starb ebenfalls später im Krankenhaus.

Die Philippiner begrüßen das neue Jahr traditionell mit riesigen Böllern, trotz aller Bemühungen der Regierung geben sie teilweise auch Schüsse ab. Zu diesem Jahreswechsel wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens zehn Menschen von Querschlägern getroffen, fast 800 weitere wurden durch Feuerwerkskörper verletzt. Der Präsident der Philippinen, Benigno Aquino, rief die Bevölkerung am Donnerstag zu mehr Vorsicht bei den Neujahrsfeiern auf.

afp

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