Unliebsamer Halsschmuck

Ranger schnitten einem Hirsch das Geweih ab, weil das Tier „viereinhalb Kilo Schutt um den Hals trug“

Der Hirschbulle trug den Autoreifen zwei Jahre lang um den Hals.
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Dieser Hirschbulle trug jahrelang unfreiwillig ein Autoreifen um den Hals.

Jahrelang trug ein stolzer Hirschbulle einen Autoreifen um seinen Hals durch die Wildnis Colorados (USA). Jetzt konnten Ranger das Tier von seiner unliebsamen Last befreien.

Colorado - Was auf den ersten Blick recht ulkig aussieht, war für den rund viereinhalb Jahre alten Hirsch sicherlich kein Spaß. Er trug, nach Angaben der beiden Wildhüter Dawson Swanson und Scott Murdoch von Colorado Parks & Wildlife, für mindestens zwei Jahre einen Autoreifen um den Hals. Dreimal hatten die Männer bereits versucht, den Hirschbullen zu betäuben und anschließend den Reifen zu entfernen - jedes Mal ohne Erfolg, bis jetzt.

Hirsch wurde gesichtet - Wildhüter reagierten sofort

Nachdem ein Anwohner den Hirsch in der Nachbarschaft gesichtet hatte, nutzte Dawson Swanson seine Chance, lokalisierte das Tier und betäubte es. Gemeinsam mit seinem Kollegen Scott Murdoch entfernten die beiden das riesige fünfspitzige Geweih des Hirschs. Murdoch sagte dazu: „Wir hätten es vorgezogen, den Reifen zu zerschneiden und das Geweih für seine Brunftaktivitäten zu belassen, aber die Situation war dynamisch und wir mussten den Reifen einfach auf irgendeine Weise entfernen.“

Hirsch um einige Kilos leichter

Das Gewicht des Hirschs schätzen die Wildhüter auf rund 270 Kilogramm. Durch die Entfernung des Reifens und seines stolzen Geweihs wiegt er nun rund 15 Kilogramm weniger. Der Reifen war gefüllt mit nassen Nadeln und Schmutz. Murdoch meint: „Die Tannennadeln, der Schmutz und andere Verunreinigungen füllten im Grunde die gesamte untere Hälfte des Reifens. Es war wahrscheinlich viereinhalb Kilogramm Schutt in dem Reifen.“

Autoreifen verursachte keine Verletzungen

Da der Reifen dem Hals des Hirschs ein wenig Spielraum gab, verletzte sich dieser nicht an dem ungewöhnlichen Halsschmuck. Lediglich ein paar Haare seien abgerieben und eine sehr kleine Wunde sei zu sehen gewesen, so die beiden Wildhüter. Die Geschichte des Hirschs zeigt aber deutlich auf, dass Menschen verantwortungsvoll mit Wildtieren umgehen sollten und keine Hindernisse herumliegen lassen sollten.

Dieser Hirsch hat den Reifen entweder schon als Jungtier um sein Geweih bekommen, bevor er überhaupt eines hatte, oder im Winter, als er sein Geweih abwarf. Das neugierige Tier könnte seinen Kopf in einen großen Reifenstapel gesteckt haben. Jetzt ist er den schweren Reifen los und sein prächtiges Geweih wächst zum Glück schnell nach.

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