Raubkunst-Streit um Picasso-Gemälde

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Das Bild "Madame Soler" von Picasso aus dem Jahr 1903, aufgenommen in der Pinakothek der Moderne.

München/Berlin - Um ein Gemälde Pablo Picassos aus dem Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ist ein handfester Streit entbrannt.

Die Erben des jüdischen Berliner Kunstsammlers Paul von Mendelssohn-Bartholdy erheben schwere Vorwürfe: Das Gemälde “Madame Soler“ soll Nazi-Raubkunst sein.

Die Sammlungen hatten das Bild in den 1960er Jahren von dem jüdischen Kunsthändler Justin K. Thannhauser gekauft. Heute hängt es in der Pinakothek der Moderne. Thannhauser hatte das Gemälde im Jahr 1935 von Mendelssohn-Bartholdy erstanden. “Es handelt sich dabei ganz klar und eindeutig um einen verfolgungsbedingten Verkauf“, sagte der Sprecher der Erbengemeinschaft, der Historiker Julius Schoeps, am Montag der Nachrichtenagentur dpa und forderte: “Der moralische Aspekt muss geklärt werden.“

Die Pinakotheken wiesen die Vorwürfe, über die zuvor “Spiegel online“ berichtet hatte, entschieden zurück. “Aufgrund der uns vorliegenden Dokumente und auf Grundlage der Recherche lehnten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen 2010 die Restitutionsforderung der Erben nach Mendelssohn-Bartholdy ab, da sie der Ansicht sind, dass es sich nicht um einen verfolgungsbedingten Verkauf handelt“, heißt es in einer Mitteilung von Generaldirektor Klaus Schrenk vom Montag.

dpa

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