"Endeavour"-Team beendet Außeneinsatz

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Zum letzten Mal haben Besatzungsmitglieder eines amerikanischen Space Shuttle einen Außeneinsatz im Weltall unternommen.

Cape Canaveral - Die "Endeavour" und ihre Besatzung schreiben Geschichte. Nach dem vierten und letzten Außeneinsatz der Astronauten Mike Fincke und Gregory Chamitoff geht das Spaceshuttle in Rente.

Zum letzten Mal haben Besatzungsmitglieder eines amerikanischen Space Shuttle einen Außeneinsatz im Weltall unternommen. Die “Endeavour“-Astronauten Michael Fincke und Greg Chamitoff hielten sich am Freitag knapp siebeneinhalb Stunden im Freien auf, um die Internationale Raumstation ISS auf Vordermann zu bringen. Zwar plant die Nasa noch einen letzten Shuttle-Flug der “Atlantis“ im Juli, aber dabei steht kein Außeneinsatz mehr auf dem Programm.

Es war der vierte Ausstieg der “Endeavour“-Mission. Als Hauptaufgabe beim Finale verhalfen die beiden Raumfahrer einem Roboterarm auf der russischen Seite der ISS zu einer größeren Reichweite. Dazu wurde ein mit einer Kamera und Sensoren ausgestatteter 15 Meter langer Mast der “Endeavour“ außen an die ISS montiert. Der Roboterarm kann ihn nun, wenn nötig, greifen und sich damit praktisch selbst verlängern. “Die Montage der Raumstation ist beendet“, sagte Shuttle-Kommandeur Mark Kelly anschließend.

UFOs? Von wegen! Himmelsphänomene und ihre Ursachen

Wenn in Werner Walters Ufo-Zentrale in Mannheim das Telefon klingelt, kann er manche Himmelsphänomene ganz einfach erklären. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl. © dpa
HALE-BOPP: Er schrieb Geschichte: Hale-Bopp war für mehrere Jahrzehnte einer der hellsten und meist beobachtesten Kometen. Erstmals wurde er am 23. Juli 1995 unabhängig voneinander von Alan Hale und Thomas Bopp in den USA entdeckt. Kometen sind Schweifsterne, die die Sonne auf Bahnen umlaufen und zum Großteil aus kleinen, locker verbundenen Staub- und Mineralienteilchen sowie Eis bestehen. © dpa
Sie können einen Durchmesser bis zu 100 Kilometern haben. Wenn der Komet ins Sonnensystem dringt, entreißt ihm der Sonnenwind Gaspartikel, und der Schweif ensteht. © dpa
POLARLICHTER: Polarlichter sind rote, grüne oder blaue schweifhafte, größflächige Lichterscheinungen, die im Bereich der Pole fast täglich vorkommen. Sie entstehen, wenn Elektronen oder andere geladene Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen und schließlich als ein Strom in Spiralen entlang auf die Erde treffen. © dpa
Mark Vornhusen von Meteomedia: „Für gewöhnlich werden sie durch das Magnetfeld zu den Polen gelenkt. Wenn aber etwa alle 11 Jahre die Sonne ihre stärkste Aktivität hat, gerät das Magnetfeld durcheinander, und die Polarlichter können auch bei uns erscheinen – das ist übrigens in ein, zwei Jahren wieder der Fall.“ © dpa
GLÜHENDE HIMMELSSPINNE: Von der spektakulärsten UFO-Sichtung hat im November 2009 eine Lufthansa-Crew auf der Strecke zwischen Norwegen und Grönland berichtet. Ufologe Walter klärte damals auf, dass in ihrer Sichtweite der russische Spionagesatellit Kosmos 2455 gestartet war. © dpa
Eispartikel im Raketenschweif und die nur sehr niedrige Umlaufbahn von 195 Kilometern sorgten unter spezieller Beleuchtung für diese glühende Himmelsspinne. © dpa
VENUS: Ein leuchtendes rundes Objekt, das für einen Stern viel zu hell leuchtet! Wenn Augenzeugen dieses Phänomen beobachten, sei es oft die Venus, erklärt Wetterexperte Marc Vornhusen: „Ist sie nahe an der Sonne, sieht man sie nicht. In den Abend- oder ganz frühen Morgenstunden aber kann man sie hell leuchtend tief am West- beziehungsweise Ost-Horizont sehen.“ © dpa
Dieses Foto zeigt einen über Singapur © dpa
DIE ISS: Die Internationale Raumstation kreist in 350 Kilometern Höhe alle 90 Minuten um die Erde. © dpa
Wenn die ISS unsere Breiten überfliegt, erscheint laut Ufologe Werner Walter ein gelbliches Licht „etwas größer als ein Scheinwerfer“, das minutenlang von Westen nach Osten zieht. © dpa
DIE HALOS: Ein Halo (vom griechischen „Halo“ für „Mond“ oder „Sonne“) ist ein Lichteffekt, der durch Reflexion und Brechung von Licht an Eiskristallen in Cirrus-Wolken, an fallenden Schneekristallen oder im Eisnebel entsteht. © dpa
Der Effekt kann laut Vornhusen bis zu 30 unterschiedliche Formen haben. © dpa
„Je nach Form der Kristalle, nach dem Winkel, in dem das Licht auf die Kristalle trifft und nach der Windstärke entstehen am Himmels weißliche oder farbige Kreise, Bögen, Säulen oder Flecken.“ © dpa

Auch Chamitoff hielt eine kleine Rede, als sich der Ausstieg dem Ende näherte. “Die “Endeavour“ war der erste Shuttle, der zum Bau der Station kam“, sagte er. “Und so passt es, dass sie hier ist, um die Montage zu beenden.“ Und dann geriet er wirklich ins Schwärmen. “Diese Raumstation ist der Gipfel menschlicher Errungenschaften und internationaler Zusammenarbeit. Zwölf Jahre Bau und 15 Länder, und nun ist sie der strahlendste Stern am Himmel und hoffentlich die Türschwelle zu unserer Zukunft. In diesem Sinne Glückwunsch an alle zur Vollendung der Montage.“

Die “Endeavour“ soll am 29. Mai von der ISS abdocken, um am 1. Juni für immer zur Erde zurückzukehren. Die Raumfähren werden nach der “Atlantis“-Reise im Juli ausgemustert und in Museen ausgestellt. Für die amerikanischen Astronauten bedeutet das jedoch nicht das Ende des Einsatzes. Sie sollen künftig zunächst mit russischen “Sojus“-Kapseln ins All gelangen und später mit Raumfahrzeugen, die von Privatunternehmen entwickelt wurden.

In der drei Dekaden langen Shuttle-Ära waren Shuttle insgesamt rund 140 Mal ins All ausgestiegen - die genaue Zahl hatte selbst Nasa bis zuletzt nicht parat. Wochen haben sie bei den bislang 134 Missionen der Raumfähren zusammengerechnet im luftleeren Raum verbracht. Immer ein wenig mit der Angst vor gefährlichen Rissen in ihren Raumanzügen oder vor schlimmeren Unfällen. Aber bis zuletzt haben immer alle Sicherheitsmaßnahmen funktioniert.

Der Außeneinsatz am Freitag setzt auch eine andere historische Marke. Insgesamt haben Astronauten nunmehr über 1000 Stunden lang draußen an der ISS gearbeitet, seit ihre Montage 1998 begann. Die Zahl 1000 wurde rund fünf Stunden nach dem Ausstieg am Freitag erreicht.

dpa

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