Hier verglüht ein Raumschiff

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Mit einer spektakulären Leuchterscheinungen über dem Südpazifik hat sich "Johannes Kepler" aus dem All verabschiedet (Illustration der ESA).

Paris - Nach knapp vier Monaten an der Internationalen Raumstation ISS wurde das unbemannte Versorgungsschiff "Johannes Kepler" in der Nacht zum Mittwoch kontrolliert zum Absturz gebracht.

Wie geplant tauchte der in Bremen gebaute Frachter in die Erdatmosphäre und verglühte fast vollständig. Lediglich besonders hitzebeständige Teile wie die Haupttriebwerke stürzten um 23 Uhr MESZ rund 2500 Kilometer östlich von Neuseeland in den Südpazifik. “Rest in Peace“ (Ruhe in Frieden), kommentierten Mitarbeiter der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA in ihrem Blog im Internet.

UFOs? Von wegen! Himmelsphänomene und ihre Ursachen

Wenn in Werner Walters Ufo-Zentrale in Mannheim das Telefon klingelt, kann er manche Himmelsphänomene ganz einfach erklären. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl. © dpa
HALE-BOPP: Er schrieb Geschichte: Hale-Bopp war für mehrere Jahrzehnte einer der hellsten und meist beobachtesten Kometen. Erstmals wurde er am 23. Juli 1995 unabhängig voneinander von Alan Hale und Thomas Bopp in den USA entdeckt. Kometen sind Schweifsterne, die die Sonne auf Bahnen umlaufen und zum Großteil aus kleinen, locker verbundenen Staub- und Mineralienteilchen sowie Eis bestehen. © dpa
Sie können einen Durchmesser bis zu 100 Kilometern haben. Wenn der Komet ins Sonnensystem dringt, entreißt ihm der Sonnenwind Gaspartikel, und der Schweif ensteht. © dpa
POLARLICHTER: Polarlichter sind rote, grüne oder blaue schweifhafte, größflächige Lichterscheinungen, die im Bereich der Pole fast täglich vorkommen. Sie entstehen, wenn Elektronen oder andere geladene Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen und schließlich als ein Strom in Spiralen entlang auf die Erde treffen. © dpa
Mark Vornhusen von Meteomedia: „Für gewöhnlich werden sie durch das Magnetfeld zu den Polen gelenkt. Wenn aber etwa alle 11 Jahre die Sonne ihre stärkste Aktivität hat, gerät das Magnetfeld durcheinander, und die Polarlichter können auch bei uns erscheinen – das ist übrigens in ein, zwei Jahren wieder der Fall.“ © dpa
GLÜHENDE HIMMELSSPINNE: Von der spektakulärsten UFO-Sichtung hat im November 2009 eine Lufthansa-Crew auf der Strecke zwischen Norwegen und Grönland berichtet. Ufologe Walter klärte damals auf, dass in ihrer Sichtweite der russische Spionagesatellit Kosmos 2455 gestartet war. © dpa
Eispartikel im Raketenschweif und die nur sehr niedrige Umlaufbahn von 195 Kilometern sorgten unter spezieller Beleuchtung für diese glühende Himmelsspinne. © dpa
VENUS: Ein leuchtendes rundes Objekt, das für einen Stern viel zu hell leuchtet! Wenn Augenzeugen dieses Phänomen beobachten, sei es oft die Venus, erklärt Wetterexperte Marc Vornhusen: „Ist sie nahe an der Sonne, sieht man sie nicht. In den Abend- oder ganz frühen Morgenstunden aber kann man sie hell leuchtend tief am West- beziehungsweise Ost-Horizont sehen.“ © dpa
Dieses Foto zeigt einen über Singapur © dpa
DIE ISS: Die Internationale Raumstation kreist in 350 Kilometern Höhe alle 90 Minuten um die Erde. © dpa
Wenn die ISS unsere Breiten überfliegt, erscheint laut Ufologe Werner Walter ein gelbliches Licht „etwas größer als ein Scheinwerfer“, das minutenlang von Westen nach Osten zieht. © dpa
DIE HALOS: Ein Halo (vom griechischen „Halo“ für „Mond“ oder „Sonne“) ist ein Lichteffekt, der durch Reflexion und Brechung von Licht an Eiskristallen in Cirrus-Wolken, an fallenden Schneekristallen oder im Eisnebel entsteht. © dpa
Der Effekt kann laut Vornhusen bis zu 30 unterschiedliche Formen haben. © dpa
„Je nach Form der Kristalle, nach dem Winkel, in dem das Licht auf die Kristalle trifft und nach der Windstärke entstehen am Himmels weißliche oder farbige Kreise, Bögen, Säulen oder Flecken.“ © dpa

Der europäische Raumtransporter vom Typ ATV war Mitte Februar mit einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou ins All geflogen. Voll automatisch dockte der Frachter anschließend an der Internationalen Raumstation ISS an. Insgesamt brachte er mehr als sieben Tonnen Lebensmittel, Ausrüstung und Forschungsinstrumente ins All.

Am Ende der rund 450 Millionen Euro teuren Mission wurde aus dem Frachter ein Müllschlucker: Die ISS-Besatzung belud das zehn Meter lange Raumschiff vor dem kontrollierten Absturz mit Abfällen. Nach Angaben der ESA waren jedoch keinerlei gefährliche Materialien an Bord. Ein Flugdatenschreiber zeichnete Informationen über die letzten Minuten des Frachters auf und sendete sie vor dem Sturz in den Pazifik per Satellitenverbindung an die ESA-Experten. Die Daten sollen helfen noch besser vorherzusagen, was mit einem Raumschiff beim Wiedereintritt in die Atmosphäre geschieht.

Der nächste europäische Raumtransporter “Edoardo Amaldi“ soll im August über den Atlantik zum Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana gebracht werden und Anfang 2012 zur ISS starten.

dpa

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