Wann die Sonne endlich kommt

Dauerregen überschwemmt ganz Deutschland

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Das Regenwetter hält in einigen Teilen Deutschlands noch ein paar Tage vor - die Sonne ist aber in Sicht

Offenbach - Heftiger Regen hat in Teilen Deutschlands Straßen überflutet und Keller überschwemmt, in einigen Regionen blieb die Hochwasserlage angespannt. Der Sommer ist dennoch nicht mehr weit.

So ist auf dem Main die Schifffahrt wegen des Hochwassers in Franken nur noch eingeschränkt möglich. Nach dem Dauerregen stürzten in Thüringen Bäume um und Hänge rutschten ab. In Sachsen-Anhalt stieg das Wasser vor allem in den Flüssen Saale und Unstrut an, wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz am Freitag mitteilte. Laut einer Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird der meteorologische Sommeranfang am Samstag (1. Juni) vor allem im Süden Deutschlands extrem verregnet sein.

Von Samstag früh bis Sonntag früh erwarten die Meteorologen an den Alpen nochmals bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter, in Staulagen sogar um 150 Liter pro Quadratmeter. Das ist so viel wie sonst in einem Monat fällt. Auch südöstlich einer Linie vom Bodensee bis zur Lausitz sollte es bis zum Sonntag ergiebig regnen.

An der Autobahn 73 zwischen Forchheim und Coburg in Bayern wurden am Freitag Sperren eingerichtet, weil die Fahrbahn überflutet war, wie die Polizei mitteilte. Zahlreiche Keller liefen voll, in Ebensfeld mussten einige Menschen ihre Häuser verlassen, weil Wasser eingedrungen war. Am späten Vormittag konnten die Bewohner zurückkehren, wie ein Sprecher des Landratsamtes in Lichtenfels sagte.

Nahe Pottenstein im Landkreis Bayreuth stürzte am Morgen ein etwa ein mal ein Meter großer Felsbrocken auf die Bundesstraße 470. Verletzt wurde niemand. Man gehe davon aus, dass sich der Brocken wegen des starken Regens gelöst hat, sagte ein Polizeisprecher.

Hochwasseralarm zum Sommeranfang in Deutschland 

Bilder: Der Sommeranfang fällt in Deutschland buchstäblich ins Wasser. An vielen Orten treten Flüsse über die Ufer. © dpa
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Hochwasser Deutschland
Regen, Regen, Regen und kein Ende in Sicht. In Teilen Deutschlands wurde nach dem nächtlichen Dauerniederschlag Katastrophenalarm ausgerufen. © dpa
Hochwasser Deutschland
Regen, Regen, Regen und kein Ende in Sicht. In Teilen Deutschlands wurde nach dem nächtlichen Dauerniederschlag Katastrophenalarm ausgerufen. © dpa
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Regen, Regen, Regen und kein Ende in Sicht. In Teilen Deutschlands wurde nach dem nächtlichen Dauerniederschlag Katastrophenalarm ausgerufen. © dpa
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Bilder: Der Sommeranfang fällt in Deutschland buchstäblich ins Wasser. An vielen Orten treten Flüsse über die Ufer. © dpa
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In Thüringen rutschten in Tröbnitz und im Schmalkaldener Ortsteil Volkers Erdmassen auf Straßen. Rund um Suhl blockierten umgestürzte Bäume zahlreiche Straßen. Einige Kreis- und Bundesstraßen in Thüringen mussten gesperrt werden. Im Süden Sachsen-Anhalts überschwemmte der Regen Fahrbahnen und Keller. Auch in Teilen Sachsens waren Einsatzkräfte in der Nacht zum Freitag wegen starken Regens und Hochwassers im Einsatz.

In Würzburg ist die Schifffahrt dem Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt zufolge am Freitagmorgen eingestellt worden. „Im Laufe des Tages wird das Wasser weiter steigen, so dass die Schifffahrt auf dem gesamten Main zwischen Bamberg und Aschaffenburg nicht mehr möglich sein wird“, sagte Amtsleiter Heinrich Schoppmann.

An einzelnen Neckarzuflüssen wurden am Freitag Wasserstände gemessen, die statistisch nur alle zwei Jahre vorkommen, wie die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) in Karlsruhe mitteilte. Am Vormittag lag der Rhein-Pegel bei Karlsruhe-Maxau bei 6,50 Meter. Ab 7,50 Meter wird die Schifffahrt eingestellt.

In Niedersachsen entspannte sich die Hochwasserlage leicht. Zahlreiche Flüsse treten jedoch weiter über die Ufer. „Der Boden ist gesättigt wie ein nasser Schwamm. Jeder weitere Regentropfen geht jetzt eins zu eins in die Flüsse“, sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz am Freitag. „Auch ohne Regen wird es viele Tage dauern, bis das Wasser wieder in die Flussbetten zurücksinkt.“ In der Region Hannover war am Donnerstag eine Frau gestorben, die mit ihrem Fahrrad auf einer überfluteten Straße in den Fluss Leine getrieben worden war.

Der Sommer ist jedoch nah

Erst kommt der große Regen, aber dann ist endlich Sonne in Sicht: Das erste Wochenende des meteorologischen Sommers ist im Süden Deutschlands noch extrem verregnet. Auch sonst dominieren Wolken, nur der Nordwesten kommt besser weg. Aber dann wird es allmählich wärmer: „20 Grad werden wir wohl Mitte der Woche schaffen“, sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag. Am Samstag (1. Juni) beginnt der meteorologische Sommer.

Südöstlich einer Linie vom Bodensee bis zur Lausitz werde es bis zum Sonntag ergiebig regnen. Der DWD gab Unwetterwarnungen heraus, für das Alpenvorland galten sogar Warnungen vor extremem Unwetter.

Schuld ist Tief „Dominik“, das am Freitag östlich der Alpen lag und Luft aus Norden ansaugte. Ein seit Wochen über Mitteleuropa liegendes Tief in 1,5 bis 5,5 Kilometern Höhe verstärke den Effekt, sagte Hartmann. Folge: Wolken ziehen von Nord nach Süd über Deutschland. An den Alpen steigen sie auf, kühlen sich ab und laden Regenmassen ab. „Permanent werden Wolken gegen die Alpen gedrückt“, sagte Hartmann.

Diese Konstellation sei nicht ungewöhnlich, aber normalerweise herrsche sie nicht wochenlang. Auch große Regenmengen an den Alpen seien üblich, aber nicht mehrere Tage hintereinander. Von Samstag früh bis Sonntag früh erwarten die Meteorologen an den Alpen nochmals bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter, in Staulagen sogar um 150 Liter pro Quadratmeter. Das ist so viel wie sonst in einem Monat fällt.

dpa

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