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Geheime Sperrfunktion bei Reißverschlüssen: Jeder benutzt sie, kaum einem ist sie bewusst

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Von: Christoph Gschoßmann

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Wenn dieser Reißverschluss-Halterung in dieser senkrechten Position steht, kann man sie ziehen.
Wenn die Reißverschluss-Halterung in dieser senkrechten Position steht, kann man sie ziehen. © Manfred Angermayr / imago

Ein Reißverschluss ist eine einfache, aber praktische Erfindung. Doch wussten Sie, dass jeder Zipper über eine integrierte Sperrfunktion verfügt?

München - Es gibt Produkte, über die denkt man erst nach, wenn sie nicht mehr funktionieren. Reißverschlüsse gehören da für viele wohl bestimmt dazu. Fast jeder zippt sich täglich etwas zu, sei es die Jeans, die Jacke oder einen Hoodie. Aber im Mechanismus des Reißverschlusses steckt mehr, als es den Anschein hat: Er enthält eine integrierte Sperrfunktion.

Jeder Reißverschluss hat einen kleinen Haltegriff, mit dem man den Mechanismus in die eine oder andere Richtung bewegen kann. So weit, so bekannt. Doch kaum jemand weiß wohl, dass die Stellung dieses kleinen Teilchens über mehr entscheidet als bloß die Optik.

Wer die Halterung nämlich flach auf den Stoff drückt, anstatt sie senkrecht nach oben stehen zu lassen, aktiviert die geniale wie einfache Sperrfunktion des Reißverschlusses. In dieser Position bleibt der Verschluss genau da, wo er im Moment ist. Oder in den Worten des Reißverschluss-Unternehmens YKK: „Die Sperrfunktion des Reißverschlusses ist automatisch aktiviert, wenn keine Belastung auf ihn ausgeübt wird.“

Probieren sie es selbst aus: Jeder Reißverschluss hat eine integrierte Sperrfunktion

Jeder, der schon einmal probiert hat, einen Reißverschluss zu öffnen oder zu schließen, wenn das kleine Teilchen zur Seite gekippt liegt, wird bestätigen, dass dies stimmt. Im Alltag wird dies nicht oft vorkommen, denn sobald man sich das Halterungsteilchen greift, steht es automatisch ab. Probieren Sie es selbst!

Übrigens: Der Reißverschluss wurde im Jahr 2021 genau 170 Jahre alt. Er wurde ab 1851 von mehreren Erfindern erdacht: Den US-Amerikanern Elias Howe und Whitcomb Judson. Bevor er der beste Freund der Jeans wurde, nutzte man ihn allerdings für etwas ganz anderes: Als „Klemmöffner für Schuhe“. (cg)

Jeder kennt und benutzt das Wort - doch nicht viele kennen den Grund dafür, warum eine jede Schraube von einer „Mutter“ festgehalten wird.

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