Der Schädelknochen musste entfernt werden

Reitunfall in Niedersachsen: Pferd zerdrück Frau den Kopf - Drama um Versicherungszahlung

Ein Pferd steht auf einer Wiese (Symbolbild).
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Antje T. lag nach einem schweren Reitunfall im Koma (Symbolbild).

Antje T. aus Vechta wurde der Kopf von einem Pferd zerdrückt. Die ehemalige Pferdeausbilderin hat sich drei Jahre lang zurück ins Leben gekämpft.

  • Antje T. (43) erlitt einen schweren Reitunfall, bei dem ein Pferd ihren Kopf zerdrückte.
  • Die Ärzte prognostizierten ihr, ein Schwerstpflegefall zu werden.
  • Von der Versicherung hat Antje T. bis heute kein Geld erhalten.

Vechta - Zwischenzeitlich hatte sie die Hoffnung auf ein normales Leben bereits aufgegeben, jetzt ist Antje T. wieder den Umständen entsprechend fit. Die 43-Jährige widmete ihr Leben jahrelang der Ausbildung von Pferden, bis sie einen schrecklichen Unfall erlitt. Wie die Bild berichtet, hatte sie gerade ein Pferd zum Stall geführt, als ein weiteres Tier sie von hinten überrannte. Die Pferdeausbilderin stürzte mit dem Kopf auf einen Stein. Und noch schlimmer: Das Pferd zertrümmerte mit einem Huf ihren Schädel. Die Folge waren ein Schädelbasisbruch, ein Schädeldachbruch, Hirnblutungen und Koma. Die Diagnose der Ärzte fiel erschreckend aus: „Wenn ich ins Leben zurückgeholt werden könne, würde ich zum Schwerstpflegefall, prognostizierten die Ärzte“, so Antje T.

Laut Diagnose der Ärzte wäre Antje heute Schwerstpflegefall (Symbolbild).

Reitunfall: Pferd zerdrück Frau den Kopf - Die Versicherung hat bisher noch nicht gezahlt

Der Unfall hat die ehemalige Pferdeausbilderin zur Frührentnerin gemacht, sie muss jetzt mit einer kleinen Rente auskommen. Wie die Bild berichtet, hat die 43-Jährige seit dem Unfall keine Auszahlung von der Versicherung erhalten. Sie wartet nach wie vor auf die Schadensersatzzahlung der Haftpflichtversicherung des Pferdebesitzers. Aktuell liegt dem Gericht ein Vergleich über 50.000 Euro vor. Diesen möchte die 43-Jährige aber nicht akzeptieren: „Ich beziehe eine kleine Rente. Was kommt, ist unklar. Vielleicht weitere Gehirn-OPs, wenn es wieder zu Einblutungen kommt.“

Ihren Ex-Mann, ihren Sohn oder ihre Mutter möchte Antje T. finanziell nicht belasten. Arbeiten kann sie allerdings auch nicht mehr, auch nicht in ihrem gelernten Beruf als Sozialversicherungsfrau.

Nach dem Reitunfall hat die Versicherung hat bis heute nicht gezahlt (Symbolbild).

Reitunfall in Niedersachsen: Pferd zerdrück Frau den Kopf - sie kämpft sich zurück

Dennoch bleibt die 43-Jährige positiv und hofft weiter auf eine sichere Zukunft für sich und ihre Familie. Die schreckliche Prognose der Ärzte trat zum Glück nicht ein, heute ist wieder alles möglich, woran die 43-Jährige nicht mehr geglaubt hat: Sie kann wieder sprechen, denken und laufen. Für Antje ein Wunder: „Auch wenn ich bereits mehr als einmal am Ende war und mir gewünscht habe, dass ich es nicht überlebt hätte. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, nie den Mut und die Zuversicht zu verlieren.“ Der ehemaligen Reiterin musste sogar ein Schädelknochen entfernt werden. Mit ihrer positiven Art hat Antje, die insgesamt zehn komplizierte Operationen überstand, aber nie aufgegeben. (tko)

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