154 besonders schutzbedürftige Geflüchtete

Umsiedelungs-Programm der Bundesregierung: Flüchtlingsflug landet am Kassel Airport in Calden

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Flüchtlinge am Flughafen Addis Abeba auf dem Weg nach Calden Kassel Airport

Resettlement-Programm (Umsiedlung) der Bundesregierung: Ein Flugzeug mit 154 Flüchtlingen ist in dieser Woche am Kassel Airport in Calden gelandet.

Das hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) auf HNA-Anfrage bestätigt, nachdem eine entsprechende Meldung beim Kurznachrichtendienst Twitter kursierte.

An diese ist ein Video angehängt, dass Menschen bei der Abreise in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zeigen soll. Laut IOM handelt es sich bei dem Flug um einen Teil des Resettlement-Programms (Umsiedlung) der Bundesregierung. 

Ziel des Resettlement-Programms: Dauerhafte Lösung für Geflüchtete ohne Perspektive

Ziel des Programms ist eine dauerhafte Lösung und Perspektive für geflüchtete Menschen, für die langfristig weder eine Rückkehr in ihr Herkunftsland noch eine Integration im Erstaufnahmeland möglich ist. An Bord der Chartermaschine waren demnach Menschen aus Somalia.

Fragen und Antworten zum Resettlement-Programm

Wer sind die Menschen, die am Dienstag in Calden gelandet sind? 

Der Charter-Flug am Dienstag hatte 154 somalische Geflüchtete an Bord, die zuvor in den Flüchtlingslagern Jijiga und Dolo Ado in Äthiopiens lebten. Insgesamt waren es 91 Frauen sowie 63 Männer, 47 von ihnen minderjährig, teilt die IOM auf Anfrage mit. 

Wie geht es für die Geflüchteten weiter? 

Nach ihrer Ankunft in Kassel am Dienstag reisten die Geflüchteten weiter nach Niedersachsen, wo sie die ersten 14 Tage in einer Erstunterkunft verbleiben, bevor sie innerhalb Deutschlands verteilt werden. 

Wie viele Menschen nehmen das Programm in Anspruch? 

Als Teil des deutschen Resettlement-Programmes sind in diesem Jahr bisher 1189 Geflüchtete aus den Erstaufnahmestaaten Jordanien, Ägypten, Äthiopien, Libanon und Niger nach Deutschland resettled - also umgesiedelt - worden. Die meisten der Geflüchteten stammten aus Syrien, Somalia, Sudan, Südsudan und Eritrea. 

Was verbirgt sich hinter dem Resettlement-Programm? 

Resettlement ist die dauerhafte Aufnahme besonders schutzbedürftiger Geflüchteter aus ihrem ersten Aufnahmestaat, in dem sie bereits als Geflüchtete leben. Dieser aufnahmebereite Staat gewährt den Betroffenen eine direkte und sichere Einreise und einen temporären Aufenthaltstitel. Die aufgenommenen Geflüchteten sind besonders schutzbedürftig aufgrund ihres Alters, der körperlichen Verfassung oder ihres Geschlechts und werden durch den Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, den Italiener Filippo Grandi, ausgewählt.

Resettlement ist somit kein Ersatz für reguläre Asylverfahren, sondern eine Ergänzung zum Schutz besonders verletzlicher Flüchtlinge. Übersetzt bedeutet Resettlement Umsiedlung oder Neuansiedlung.

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