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„Wirklich dreist“: Expertin enthüllt im TV den 1-Prozent-Trick in Supermärkten und Discountern

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Von: Marc Dimitriu

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In Fruchtsäften ist oft nicht das drin, was man eigentlich erwartet.
In Fruchtsäften ist oft nicht das drin, was man eigentlich erwartet. © IMAGO / Andia

Fruchtsäfte sind in Deutschland sehr beliebt, doch fallen Sie nicht auf die Tricks der Hersteller rein! Oft ist gar nicht das drin, was man glaubt.

München - Ein Orangen- oder ein Multivitaminsaft gehört hierzulande bei vielen zu einem ausgewogenen Frühstück dazu. Supermärkte und Discounter, wie Aldi, Rewe oderLidl, haben meistens ein riesengroße Auswahl an Säften zu bieten. Kein Wunder, denn 31,5 Liter konsumiert der Deutsche durchschnittlich im Jahr (2018), heißt es vom Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF). Am beliebtesten ist der Orangensaft mit 7,4 Litern pro Jahr pro Kopf.

Doch Vorsicht ist geboten. Vor allem, wenn man Saft-Mischungen aus mehreren Früchten kauft. Denn die Verbraucher orientieren sich dabei häufig nur an den Bildern auf der Verpackung, die einem vorgaukeln, was drin sein soll. Doch tatsächlich bestehen die Säfte oft nur zu einem kleinen Anteil aus dem abgebildeten Obst. Den größten Teil machen Wasser und Apfelsaft aus.

Nur ein Prozent Mango in „Mango-Orange-Ananas“-Saft - Verbraucherschützerin findet das „dreist“

In der NDR-Sendung „Mein Nachmittag“ beschäftigte sich ein Beitrag mit dem Thema. Das Team untersuchte dabei mehrere Fruchtsäfte. Der Saft „Mango-Orange-Ananas“ der Marke Valensina, enthält zum Beispiel nur ein Prozent Mangomark, 15 Prozent Ananassaft und 42 Prozent Orangensaft aus Orangensaftkonzentrat. Der Rest besteht zu 5 Prozent aus Bananenmarkt und 37 Prozent Apfelsaft.

Dass auch Bananen und Apfel drin sind, ist nur ganz klein in der Ecke der Vorderseite aufgeführt. Auf den ersten groben Blick kaum wahrnehmbar. Valensina erklärt, dass die Ergänzung zwar kleiner dargestellt sei, aber „deutlich wahrzunehmen“. Britta Gerckens von der Verbrauchzentrale Hamburg findet es „wirklich dreist“, dass nur 1 Prozent Mango enthalten sei, wie sie gegen über dem NDR sagte.

Fruchtsäfte: Vorsicht vor 1-Prozent-Trick - Zutaten-Liste sollte gecheckt werden

In der NDR-Sendung wurden auch Passanten befragt. Die meisten zeigten sich gutgläubig und schätzen die Anteile der verschiedenen Fruchtsäfte in den Mixen, viel zu hoch ein.

Kunden sollten deshalb genau auf die Zutaten-Liste der Säfte schauen, bevor sie etwas kaufen. Sonst hat man nur ein Gemisch, das hauptsächlich mit Apfelsaft aufgefüllt ist. Und wenn nur ein Prozent von einer bestimmen Frucht enthalten ist, darf bezweifelt werden, ob man das überhaupt rausschmeckt.

Erst diesen Herbst gab es zwischen einem Saft-Hersteller und dem Supermarkt-Riesen Edeka Knatsch*. Die Fronten verhärteten sich. Darunter litten auch die Kunden. (md) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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