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Rewe und Edeka schließen Frischetheken früher: „Knappheit trifft uns mit voller Wucht“

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Von: Jessica Jung

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Die Produkte in Supermärkten werden durch die Inflationen immer teurer. Jetzt schließen auch noch erste Frischetheken.

Dortmund – Die Inflation und der Ukraine-Krieg machen vielen Kunden in Supermärkten und Discountern zu schaffen. Produkte werden immer teurer und auch Lieferschwierigkeiten setzen vielen Verbrauchern zu. Nun folgt allerdings ein weiteres Problem, welches sich insbesondere bei Rewe und Edeka bemerkbar macht.

UnternehmenRewe und Edeka
Gründung1927 und 1898
ProblemSchließung der Frischtheken

Rewe und Edeka schließen Frischetheken: „Knappheit trifft uns mit voller Wucht“

Denn aktuell herrscht Personalmangel in Deutschland. Betroffen sind allerdings nicht nur Flughäfen, Lieferdienste, Restaurants und Handwerksbetriebe, sondern auch Supermärkte. Das hat fatale Folgen – gerade bei den beliebten Frischetheken, wie RUHR24 berichtet. „Die Personalknappheit an den Bedientheken trifft uns mit voller Wucht“, offenbart ein Rewe-Händler aus Bayern gegenüber Focus.

Neues Personal zu finden gestalte sich zudem deutlich schwieriger als erhofft. Es soll oft mehrere Monate dauern, bis eine Stelle vergeben werden kann. Deshalb greifen einige Unternehmen zu drastischen Maßnahmen und schließen ihre Theken mit frischem Käse und frischem Fleisch – zumindest früher als sonst. Kunden von Aldi müssen sich ebenfalls auf eine Neuerung gefasst machen.

Rewe und Edeka schließen Frischetheken: Öffnungszeiten ändern sich für Kunden

Denn einige Filialen in NRW und in anderen Bundesländern schaffen es durch den Personalmangel nicht mehr, ihre Kunden rund um die Uhr mit Ware von der Frischetheke zu bedienen. Stattdessen müssen Verbraucher zu abgepackter Wurst und zu Käse aus dem Kühlregal greifen. So schließen einige Edeka-Filialen ihre Frischetheken bereits um 13 Uhr.

Ärgerlich ist das nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Unternehmen selbst. Denn dadurch kommt es zu weniger Umsatz und Gewinn. Um dem Problem entgegenzuwirken, haben sich einige Unternehmen bereits etwas einfallen lassen.

Rewe und Edeka schließen Frischetheken: Problemlösung bereits geplant

Denn „Die Fluktuation ist gewaltig“, bestätigt auch der Einkaufs-Chef eines großen deutschen Discounters. Unter einer Fluktuation versteht man eine kurzzeitige oder andauernde Veränderung von Personal. Um den Personalmangel zu stoppen, wurde bereits an vielen Orten der Mindestlohn angehoben.

Mittlerweile sind nämlich nicht nur die Lebensmittelpreise, sondern auch die Lebenshaltungskosten aufgrund der Inflation massiv angestiegen. Doch auch für Supermarkt-Kunden wurde sich etwas überlegt, um den Einkauf angenehmer zu gestalten. Nun bleibt abzuwarten, ob sich die Situation dadurch verbessert, oder ob die nächsten Geschäfte ihre Frischetheken schließen.

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