„Empfehlen Milch“

Rewe: Supermarkt verkauft Energy-Drinks nur noch an Jugendliche ab 16 Jahren – das Netz feiert

Red Bull Dosen in einem Kühlschrank
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Red Bull und Co. sind in Deutschland frei verfügbar - ein Supermarkt hat jetzt reagiert und wird im Netz gefeiert. (Symbolbild)

Red Bull und Co. sind frei verfügbar für alle Altersklassen: Das gilt nicht mehr in einem Rewe-Markt. Erst ab 16 Jahren dürfen Kunden dort Energy-Drinks kaufen.

Köln - Andere Länder sind in puncto Jugendschutz bereits weiter: In Deutschland gibt es keine Regelung, ab welchem Alter Kinder und Jugendliche Energy-Drinks wie Red Bull, Rockstar und Co. kaufen dürfen. Ein Rewe-Supermarkt sorgt nun selbstständig für Klarheit: Ein Schild in einer Filiale wird im Netz gefeiert. Immer mehr Märkte ziehen mit.

Energy-Drinks: Verbraucherschützer warnen vor Folgen für Jugendliche

Verbraucherschützer und Ärzte fordern schon lange neue Gesetze zum Schutz der Kinder. Koffein, Taurin und ein hoher Zuckergehalt sind Argumente dafür, den Erwerb von Energy-Drinks erst ab einem gewissen Alter zu erlauben. Eine verbindliche Regel gibt es aber bis heute nicht. Besonders heiß wurde die Diskussion geführt, als ein 19-Jähriger in den USA nach dem Konsum von Energy-Drinks plötzlich verstarb. Jetzt hat ein Rewe-Markt die Initiative ergriffen. Das Hinweisschild sorgt im Internet für kontroverse Reaktionen.

Energy-Drinks gibt‘s bei uns erst ab 16 Jahren. Bis dahin empfehlen wir Milch.

Schild im Rewe-Supermarkt

In einer Filiale ist das Schild über dem Getränke-Regal angebracht. Darauf steht: „Energy-Drinks gibt‘s bei uns erst ab 16 Jahren.“ Und einen spöttischen Kommentar konnte sich der Markt nicht verkneifen: „Bis dahin empfehlen wir Milch.“

Rewe beschränkt Energy-Drink-Verkauf: Kontroverse Diskussion

Ein Twitter-Nutzer hat einen Schnappschuss von dem Schreiben gemacht. Er findet die Aktion gelungen. „Genau so und nicht anders! Danke, Rewe“, kommentiert er. Es gibt aber auch andere Reaktionen. Eine Twitter-Nutzerin bezweifelt, dass die Aktion überhaupt erlaubt ist: „Schön wäre es, wenn es durchsetzbar wäre“, sagt sie. Denn Energy-Drinks würden keiner Altersgrenze unterliegen. „Sie müssen verkauft werden“, meint sie. Vielleicht könnte die Aktion aber doch abschreckende Wirkung haben: „Wobei man es natürlich probieren kann, einen Ausweis zu verlangen. Die meisten Kids wollen dann kein Energy mehr.“

Rewe-Aktion sorgt für unterschiedliche Reaktionen: Energy-Drinks kein großes Problem?

Ob Red Bull und Co. wirklich das größte Problem beim Konsumverhalten Jugendlicher sind, bezweifelt eine andere Nutzerin. „Die schicken ihre volljährigen Freunde los und die kaufen keine E-Drinks, sondern Alk und Zigaretten“, schreibt sie.

Energy-Drinks: Aldi und Lidl haben schon reagiert - aber nicht in Deutschland

Deutschland hinkt bei dem Thema anderen Ländern hinterher. In Großbritannien haben bereits einige Supermarkt-Ketten den Verkauf von Energy-Drinks unter 16 Jahren beendet. Auch die Discounter Aldi und Lidl ziehen dabei mit. In Deutschland hat allerdings noch keine Kette eine solche Regelung eingeführt. Eine Rewe-Filiale hat nun immerhin einen Anfang gemacht - und einige andere folgen dem Beispiel.

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