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Neue Studie: RKI warnt vor Raclette und Fondue zwischen Weihnachten und Silvester - wegen Infektionsgefahr

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Von: Yasina Hipp

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Fleischfondue
Das RKI warnt vor Bakterien bei Raclette und Fondue. © imageo/CSP_edan

Raclette und Fondue in allen Varianten, ob mit Fleisch, Käse oder Gemüse, sind beliebte Gerichte am Silvesterabend. Nun gibt das RKI dafür aber eine Warnung heraus.

Berlin - Ein Pfännchen mit schön viel Käse bedeckt in das Raclette-Gerät schieben, das aufgespießte Brot durch den flüssigen Käse ziehen oder das frisch gebrutzelte Stückchen Fleisch aus dem Fondue-Topf ziehen. Wem hier jetzt schon das Wasser im Mund zusammen läuft, ist vermutlich ein großer Raclette- oder Fondue-Fan. Beides sehr beliebte Gerichte für den Silvesterabend: Schnell vorbereitet, für jeden etwas dabei und bestens geeignet zum gemeinsamen essen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) rät nun allerdings davon ab, gemeinsam im Fondue-Topf rumzustochern. Der Grund: Infektionsgefahr.

RKI: Rohes Fleisch und offene Lebensmittel als Gefahrenherde

Wer bei RKI und Infektionsgefahr sofort an das Coronavirus denkt, liegt ausnahmsweise falsch. Die Warnung der Berliner Wissenschaftler hat nichts mit den Regeln für Silvester zur Eindämmung der Pandemie zu tun, sondern mit Bakterien. In einer neuen Studie des RKI vom November 2021 wurde nämlich ein direkter Zusammenhang von dem Auftreten einer Durchfallerkrankung mit dem vorherigen Verzehr von Raclette oder Fondue festgestellt. Von 400 Teilnehmenden an der Studie, die erkrankt waren, geschah dies bei 180 Personen in den sieben Tagen nach den Weihnachtsfeiertagen - und vor allem dann, wenn es Fondue oder Raclette gab. Noch deutlicher: Wenn auch noch Hühnerfleisch auf der Festtags-Tafel stand, ist der Zusammenhang nicht von der Hand zu weisen.

Vor allem rohes Hühnerfleisch ist oftmals mit Bakterien verunreinigt, die den Durchfall verursachen. Das Fleisch steht roh auf dem Tisch, wird mit den Fingern angefasst oder in der ganzen Aufregung nicht ganz durch gegart. Zudem ist der Kontakt mit anderen Lebensmitteln recht wahrscheinlich, denkt man nur an die reich gedeckten Tische mit allerlei Schüsseln und Behältern.

RKI-Studie: Hygieneregeln sollte beachtet werden

Zur Vermeidung böser Überraschungen nach dem leckeren Silvesteressen rät das RKI daher zu einigen Maßnahmen, die das Infektionsrisiko verringern sollen:

Werden diese Punkte beachtet, steht einem gemütlichen Silvester-Raclette oder -Fondue zum Start ins neue Jahr 2022 aber wirklich kaum mehr was im Wege.

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