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Zehntausende rocken den Ring - trotz Hitze

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Fotomodel Lena Gercke rockt mit zehntausenden Fans am Nürburgring

Nürburgring - Mehr als 84.100 Menschen haben sich die Party bei Rock am Ring nicht entegehen lassen. Die Hitze machte vielen allerdings zu schaffen. Auf dem Zeltplatz wurden dadurch neue Geschäftsideen entdeckt.

Wenn “Rock am Ring“ ruft, kommen sie alle. In diesem Jahr sogar Schneewittchen. Das war allerdings nur eines der vielen verrückten Kostüme der Besucher auf Deutschlands größtem Musikfestival. Je ausgefallener, desto besser. Zehntausende Fans kamen an diesem Wochenende zum Nürburgring und auf das Nürnberger Zeppelinfeld, um Bands wie Mando Diao (“Gloria“), Beatsteaks (“Hand in Hand“), System Of A Down (“Chop suey“) oder The Kooks (“She moves in her own way“) zu sehen und vor allem zu hören. Insgesamt sollten bis zum Sonntag rund 85 Gruppen auf drei Bühnen spielen. Dazu gab es viel Alkohol und gute Laune.

Die besten Bilder von Rock am Ring 2011

Rockfans drängen sich vor der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring © dpa/ap/dapd
Fotomodel Lena Gercke jubelt inmitten der Zuschauer bei Rock am Ring © dpa/ap/dapd
Trotz Gipsarm jubelt dieser Fan bei Rock am Ring © dpa/ap/dapd
Rockfans drängen sich vor der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring © dpa/ap/dapd
Auf Kunststoffgitarren eifern Fans den Bands auf der Bühne nach © dpa/ap/dapd
Fans verfolgen am Freitag bei Sonnenuntergang am Nürburgring vor der Centerstage den Auftritt von Mando Diao © dpa/ap/dapd
Carl-Johan Fogelklou, Bassist der schwedischen Alternative-Rock-Band Mando Diao vor unglaublicher Freiluftkulisse © dpa/ap/dapd
Rockfans drängen sich am Freitag vor der Hauptbühne des Festivals © dpa/ap/dapd
Die Band Kings of Leon hatte ihren Auftritt auf der Centerstage noch am Freitagabend © dpa/ap/dapd
Am Morgen nach Tag eins von "Rock am Ring" erwachen am Samstag Musikfans auf den Campingplätzen rund um den Nürburgring © dpa/ap/dapd
Am Morgen nach Tag eins von "Rock am Ring" erwachen am Samstag Musikfans auf den Campingplätzen rund um den Nürburgring © dpa/ap/dapd
Bart aus Holland schlürft auf einem Campingplatz bei Rock am Ring Wodka aus dem Bauchnabel von Susann aus Marburg © dpa/ap/dapd
Knappe 30 Grad und pralle Sonne: Am Nürburgring heizten nicht nur die Bands den Zuschauern so richtig ein. Beim Thema "Abkühlung" waren die Rock-Fans deshalb kreativ - und lieferten sich teilweise Wasserschlachten zwischen den Zelten, so wie hier Patrick und Alexandra mit ihren Wasserpistolen. © dpa/ap/dapd
Tobi aus dem niedersächsischen Nordendamm schüttet Patrick aus dem saarländischen Freisen spontan eine Ladung Wasser über den Kopf © dpa/ap/dapd
Akühlung gefällig? Diese Jungs und Mädchen teilen sich zu siebt ein Kinderplanschbecken - und haben trotzdem gute Laune © dpa/ap/dapd
Kathrin aus Duisburg zeigt, wie "Frau" sich am elegantesten erfrischt  © dpa/ap/dapd
Michi (v.l.), Nadine, Jacky und Ricki posieren  auf einem Campingplatz am Nürburgring in Kostümen. © dpa/ap/dapd
Markus aus Essen hat sich in Schale, ähm..., in ein Bienenkostüm geworfen. © dpa/ap/dapd
Dieses zwei Damen schnallen sich die Flügel an für einen neuen Festivaltag an © dpa/ap/dapd
Am Morgen nach Tag eins des Festivals gönnen sich die Rock-Fans am Samstag auf dem Campinggelände rund um den Nürburgring ein erstes Bier © dpa/ap/dapd
Robin aus Erkrath präsentiert sich am Samstag  am Rand der Bundesstraße 258 mit grüner Farbe © dpa/ap/dapd
Ein Rockfan lässt sich vor dem Festival noch schnell einen neuen Haarschnitt verpassen. © dpa/ap/dapd
Ein Festivalbesucher fotografiert am Nürburgring eine Band auf der Alternastage © dpa/ap/dapd
Ein Rockfan ruht sich vor Beginn des Bühnenprogramms am Samstag auf der Centerstage aus © dpa/ap/dapd
Eine Tänzerin schwingt am Samstag am Nürburgring bei Rock am Ring beim Auftritt der Band Hurts auf der Bühne eine Fahne. © dpa/ap/dapd
Sänger Harry McVeigh (l.) und Bassist Charles Cave von der Gruppe White Lies © dpa/ap/dapd
Sängerin Alisa Xayalith von der Band "The Naked and Famous" während ihres Auftritts am Samstag © dpa/ap/dapd
Sebastian Madsen von der gleichnamigen Gruppe Madsen © dpa/ap/dapd
Mike Ness (l), Frontman der US-amerikanischen Punkrockband "Social Distortion" © dpa/ap/dapd
Brian Fallon, Frontman der US-amerikanischen Punk-Rock-Band The Gasligt Anthem © dpa/ap/dapd
Gustaf NorEn (l.) und Bjoern Dixgard von der Band Mando Diao © dpa/ap/dapd
Jan Plewka, Frontmann der Deutschrockband Selig © dpa/ap/dapd
Tom Higgenson, Frontman der US-amerikanischen Pop-Rock-Band Plaine White T's © dpa/ap/dapd
Rockfans drängen sich vor der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring © dpa/ap/dapd
Besucher Marc aus Linz am Rhein sitzt in der Nähe einer Bühne - vor der Sonne schützt ihn ein eher ungewöhnlicher Hut © dpa/ap/dapd
Fans jubeln beim Auftritt der Gruppe Madsen © dpa/ap/dapd
Rockfans drängen sich vor der Hauptbühne des Festivals Rock am Ring © dpa/ap/dapd
Ein Besucher zeigt am Samstag am Nürburgring eine britische Flagge © dpa/ap/dapd
Rund 84.100 Menschen waren 2011 bei Rock am Ring live mit dabei © dpa/ap/dapd

Eine von ihnen ist die 22 Jahre alte Susann, die es einmal im Jahr richtig krachen lässt. Die Studentin aus Marburg läuft über einen Campingplatz am Nürburgring und ruft laut: “Wer will für vier Euro Wodka aus meinem Bauchnabel trinken?“ Das ist ihre neue Geschäftsidee, denn “ich mag den Wodka nicht mehr trinken, dazu ist es heute einfach zu heiß“, erklärt die 22-Jährige. 

Es ist Rock am Ring, das größte Rockfestival in Deutschland und drei Tage lang herrscht rund um die Rennstrecke in der Eifel Ausnahmezustand. Mehr als 90 Bands spielen von Freitag bis Sonntag auf drei Bühnen. Bis auf 900 Restkarten waren laut Veranstalter bis Samstag alle 85.000 Tickets ausverkauft.

Ein Schluck Wodka aus dem Bauchnabel

Lange muss Susann nicht suchen, um begeisterte Abnehmer zu finden. Ein junger Mann aus Holland stellt sein Bier beiseite, zückt die Geldbörse und nimmt einen Schluck. Susann lacht dabei und sagt, dass sie Festivals einfach mag. “Mir gefällt natürlich die Musik aber auch die gute Stimmung auf dem Zeltplatz.“

Einige Meter weiter auf dem Campingplatz ganz in der Nähe des Festivalgeländes springt die 18-jährige Alexandra herum. Ihre Haare sind nass, in der Hand hält sie eine große Wasserpistole und liefert sich mit anderen Campern eine Wasserschlacht. “Es ist super heiß“, sagt sie lachend. Da helfe die feuchte Abkühlung auf dem Zeltplatz. Bei Rock am Ring ist es nicht immer sonnig und 25 Grad warm. Legendär sind die Regenschauer und Schlammschlachten auf den Zeltplätzen.

Gute Stimmung und gute Musik

“Ich freue mich am meisten auf die Beatsteaks“, sagt Alexandra. Die Berliner Musiker stehen für Sonntag, den letzten Rock-am-Ring-Tag, auf dem Programm. Und während am Samstag langsam die ersten Zuschauer nach einer Nacht im Zelt wieder auf das Festivalgelände strömen, lässt sich Alexandra ihre nassen Haare von der Sonne trocken. “Mir ist die Musik schon wichtig, dafür bin ich ja hier“, sagt die 18-Jährige. Aber natürlich genieße sie an so einem Wochenende auch das Zusammensein mit ihren Freunden auf dem Zeltplatz.

1.500 mobilen Toiletten und 400 Duschen sind für das erste Juniwochenende rund um den Nürburgring aufgebaut worden. Die Menschenmassen sind auch für die Polizei eine große Herausforderung. Für Tausende von Autos muss es Parkplätze geben und am Sonntagabend müssen alle wieder den Weg zur Autobahn finden. Die Anreise sei größtenteils bereits bis zum Donnerstag abgeschlossen gewesen, sagt ein Polizeisprecher. Bis jetzt feierten alle Fans weitgehend friedlich. So wollen es auch Alexandra und Susann halten, bei ihnen bleibt es bei einer Wasserschlacht und Tanzen zu guter Rockmusik.

Rotes Kreuz: 3.000 Hilfseinsätze - vor allem wegen Hitze

Für einen ersten Höhepunkt hatte bei strahlendem Sonnenschein in der Eifel am Freitagnachmittag die US-Band Plain White T's gesorgt, die mit ihrer Hit-Ballade “Hey there Delilah“ aus dem Publikum einen Chor mit tausenden Stimmen machte. Für einige Fans waren Hitze und Alkohol da schon zu viel, sie kippten um und mussten von Rettungskräften versorgt werden. Das Deutsche Rote Kreuz zählte bis in die Nacht zum Samstag mehr als 3000 Hilfsleistungen - viele Musikfans hatten einen Sonnenbrand bekommen und mussten mit Kühlsalben versorgt werden.

Das Festival am Nürburgring wurde von einem tragischen Unfall überschattet: Ein 21-jähriger Festivalbesucher aus Hessen war am Freitag auf dem Weg zu dem Musikspektakel von einem Auto angefahren und dabei tödlich verletzt worden. Die Polizei meldete nach dem Start dann jedoch zunächst keine großen Zwischenfälle - nur Taschendiebstähle und Autoaufbrüche.

dapd/dpa

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