Todeskandidat Romell Broom

US-Gericht gibt grünes Licht für zweiten Hinrichtungsversuch

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Wann Romell Broom in einer Todeszelle (l) hingerichtet werden soll, ist noch unklar.

Columbus - 2009 lief die Hinrichtung von Romell Broom aus dem Ruder weil das Personal keine Vene bei dem damals 53-Jährigen finden konnten. Nun soll ein neuer Hinrichtungsversuch gestartet werden.

Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaats Ohio hat einen neuen Versuch erlaubt, den zur Todesstrafe verurteilten Gefangenen Romell Broom hinzurichten. Dies entschieden die Richter am Mittwoch mit vier zu drei Stimmen. Ein konkreter neuer Termin wurde zunächst nicht bestimmt.

Ein erster Versuch war Mitte September 2009 nach zwei Stunden abgebrochen worden, weil bei dem damals 53-Jährigen keine Vene für die Injektion des tödlichen Gifts gefunden werden konnte. Das Gesetz schreibt vor, dass Hinrichtungen in Ohio "schnell und schmerzfrei" erfolgen müssen. Broom jedoch verließ seine eigene Hinrichtungsbank zwei Stunden nach dem Beginn der geplanten Exekution mit zerstochenen Venen und geschwollenen Armen.

Erste Giftspritzen-Hinrichtung, die scheiterte

Broom soll 1984 eine Jugendliche vergewaltigt und getötet haben. Er war der erste zum Tode Verurteilte in den USA, bei dem eine Hinrichtung durch die Giftspritze scheiterte. Bis dahin hatte es nur in den 40er Jahren einen ähnlichen Fall gegeben, bei dem ein Todeskandidat in Louisiana die geplante Hinrichtung auf einem elektrischen Stuhl überlebte.

AFP

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