Geschenk für Enkel misslungen

„Tränen unterm Weihnachtsbaum“ - Rossmann enttäuscht Rentnerin bitter

Ein Weihnachtsbaum, vor ihm liegen Geschenkpakete.
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An Weihnachten gibt es Geschenke. (Symbolbild)

Eine alte Dame will ihre Familienmitglieder mit dem traditionellen Weihnachtsgeschenk beglücken. Doch am Ende gab es bei der Seniorin Tränen. So schildert es zumindest eine Enkelin.

  • An Weihnachten geht es besinnlich zu - und es ist Zeit für Geschenke.
  • Oft wissen die Beschenkten, was ihnen blüht.
  • Eine Familie in Brandenburg erlebte aber eine unliebsame Überraschung.

Dallgow-Döberitz - Für viele Menschen ist Weihnachten auch mit Tradition verbunden. An Heiligabend oder den Weihnachtsfeiertagen bevorzugen einige Familien bei der Wahl des Essens oder der Geschenke Beständigkeit.

So entschied sich auch eine über 80-jährige Dame in Brandenburg nach Angaben ihrer Angehörigen bei ihren Kindern und Enkeln für ihr übliches Weihnachtsgeschenk. Doch die Sache ging völlig schief.

Eine Enkelin der Frau macht dafür nun die Mitarbeiter eines Rossmann-Drogeriemarktes verantwortlich. Ihrem Frust ließ sie auf Facebook freien Lauf und wandte sich direkt an Rossmann: Unter dem Titel „Tränen unterm Weihnachtsbaum“ schilderte die Facebook-Userin die geplatzte „Weihnachtsüberraschung“ ihrer Oma.

„Seit einigen Jahren möchte meine Oma uns, ihren Kindern und Enkeln, eine Freude machen und schenkt uns nun traditionell Rossmann-Gutscheine“, hieß es in dem Post. Auch in diesem Jahr sollte der Drogerie-Gutschein den Familienmitgliedern unter den Weihnachtsbaum gelegt werden.

Die Seniorin begab sich der Schilderung nach in die brandenburgische Rossmann-Filiale und fand zunächst keine entsprechenden Gutscheine an der Kasse vor. Nach Angaben ihrer Enkelin fragte die ältere Dame deshalb bei der Kassiererin nach, wo sie die Gutschein-Karten findet. Die Mitarbeiterin antwortete demnach: „Gar nicht, die gibt es nur noch als Kassenbon ausgedruckt.“ Anschließend habe ihre Oma nach weiterer Nachfrage „6 Gutscheine im Wert von 180 Euro“ erstanden.

Seniorin kauft in Drogerie „falsches“ Weihnachtsgeschenk - „Tränen in den Augen“

Diese packte die Rentnerin in Umschläge und übergab sie an Weihnachten ihren Kindern und Enkeln. Doch die staunten nicht schlecht. „Jeder hielt plötzlich einen Kassenbon mit einem O2 Loop Guthaben in der Hand.“ Ihre Oma sei „zutiefst traurig“ gewesen, „die Tränen standen ihr in den Augen“. Zu allem Überfluss sind die Gutschein-Karten auch noch vom Umtausch ausgeschlossen - die 180 Euro sind futsch.

Die Familie fühlt sich von der Drogeriekette, die kürzlich ein Desinfektionsmittel aus dem Verkehr ziehen musste, „über den Tisch gezogen“. Die empörte Facebook-Nutzerin weiter: „Meine Oma weiß mit ihren über 80 Jahren weder was Prepaid-Karten sind, noch was O2 Loop sein soll.“ Die Familie werde ihre Konsequenzen ziehen, künftig werde man die Filialen von Rossmann meiden.

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Seniorin bekommt in Drogerie „falsches“ Weihnachtsgeschenk - Facebook-User geteilter Meinung

Bei den Facebook-Usern gab es unterdessen Zustimmung und Kritik an der Drogeriekette. „Also wer als Ü80 in der Vorweihnachtszeit für 180 Euro Prepaid Guthaben für einen Handyanbieter kaufen ‚will‘ ... sollte man da als Kassiererin nicht mal nachfragen? Vor allem, wenn im Vorfeld nachgefragt wurde ob und wo es diese Gutschein-Karten gibt?“, schrieb eine Nutzerin. Der Wahrheitsgehalt der Geschichte wird zudem auch angezweifelt - und natürlich ist dieser trotz der detailreichen Schilderung nicht bestätigt.

Andere bemängelten bei allem Verständnis aber auch das Verhalten der älteren Dame. „Bevor da Bons mit Guthaben ausgedruckt werden, müssen dementsprechend passende Kärtchen da auf dem Band gelegen haben“, gab eine Userin zu Bedenken. „Und da steht definitiv drauf für was.“ Rossmann selbst hat sich unterdessen zu dem Vorfall zunächst nicht geäußert. (kh)

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