„Wenn Umweltschutz ... „

Rossmann-Kunde über Wattestäbchen-Entdeckung total aufgebracht - „Ironie des Tages“

Ein Kunde macht einen ironischen Fund. Rossmann verpackt ein umweltfreundliches Produkt in Plastik.

Burgwedel - Ende 2018 war in Brüssel der Beschluss gefallen, ab Sommer 2021 in der EU Einwegprodukte aus Kunststoff, für die es gute Alternativen gibt, zu verbieten. Dazu zählen auch Wattestäbchen. So werden diese nun aus 100% Baumwollwatte und umweltfreundlichen Papierstäbchen hergestellt.

Ein Rossmann-Kunde machte jetzt eine ironische Entdeckung: „Wattestäbchen dürfen nicht mehr aus Plastik sein, aber die Verpackung schon“. Vergangenen Sonntag postete der Kunde seinen ironischen Fund auf Facebook. Auf dem Bild ist eine leere Wattestäbchen-Verpackung der Rossmann-Eigenmarke zu erkennen. Die Verpackung besteht komplett aus Plastik. Auf der Packung werden die umweltfreundlichen Wattestäbchen beworben. Dies sieht der User mit gewisser Ironie. Denn bei den Wattestäbchen wird zwar auf Plastik verzichtet, nicht aber bei der Verpackung. Dazu schrieb der User: „wenn Umweltschutz, dann bitte richtig“.

Eine andere Userin kommentierte unter den Facebook-Beitrag, dass man als Käufer selber darauf achten könne eine plastikfreie Verpackung zu kaufen. Schließlich gäbe es entsprechende Produkte bei Rossmann zu erwerben. Dem stimmte der Rossmann-Kunde zu. Diese Alternative sei bei seinem Einkauf nur nicht vorhanden gewesen. Auch Rossmann äußerte sich zu dem Beitrag - sie würden das Feedback weitergeben. Auf der Webseite wirbt Rossmann mit gewissem Nachhaltigkeitsanspruch. Seit 45 Jahren gehöre nachhaltiges Wirtschaften fest zur Unternehmenskultur. Die Drogeriekette arbeite kontinuierlich daran, Produkte und Verpackungen nachhaltig zu gestalten. Ein ähnliches Konzept verfolgt ein genossenschaftlicher Supermarkt, der mit einem außergewöhnlichen Konzept in München seine Pforten öffnet.

Dass Produkte zwar aus umweltfreundlichen Ressourcen hergestellt werden, aber dann in Plastik verpackt werden, ist keine Seltenheit. Eine dm-Kundin erlebte ähnliches bei einer Online-Bestellung von Socken aus Bio-Baumwolle. Auch bei Supermärkten häufen sich die Beschwerden bezüglich in Plastik eingepackter Lebensmittel. So auch Anfang Februar. Dort waren viele Lidl-Kunden von eingeschweißten Zucchini enttäuscht.

Rubriklistenbild: © Facebook-Screenshot)

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