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Rückruf von Nudel-Produkt: Verzehr kann schwerwiegende Folgen haben - Kritik am Handel

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Von: Marcus Giebel

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Instantnudeln werden mit Stäbchen aus einer Schale herausgehoben
Schnelle Speise: Instantnudeln erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. © IMAGO / Imaginechina-Tuchong

Instantnudeln von einem in den Niederlanden ansässigen Importeur sind von einem Rückruf betroffen. Der Verzehr kann gesundheitsschädlich sein.

München - Instantnudeln sind besonders als kleine Mahlzeit zwischendurch oder auch als Beilage beliebt. Ihr großer Vorteil: Sie sind blitzschnell zubereitet. Und wer hat heutzutage schon genug Zeit, um sich lange in der Küche aufzuhalten?

Also heißt es oft: Packung aufreißen, den Inhalt kurz erwärmen und dann genießen. Bei einem Produkt vom „Asia Food Express“ lohnt nun aber ein zweiter Blick. Denn die „MAMA Instant noodles with tom yum pork flavour“ des in den Niederlanden ansässigen Importeurs sind von einem Rückruf betroffen.

Eine Packung Instantnudeln vor weißem Hintergrund
Rückruf: In einer solchen Packung können unter den Instantnudeln auch Glassplitter lauern. © Screenshot lebensmittelwarnung.de

Rückruf von Instantnudeln: Warnung vor Glasfragmenten im Produkt

Dieser bezieht sich auf die 60-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28. April 2022. Die Los-Kennzeichnung, die die Chargen-Zugehörigkeit angibt, lautet: 1D4SD11. In diesen Produkten können sich Glasfragmente befinden, wie lebensmittelwarnung.de mitteilt.

Damit besteht die Gefahr, sich beim Verzehr innere Verletzungen im Mund- und Rachenraum zuzuziehen. So sind auch Blutungen nicht auszuschließen. In diesem Fall ist es angeraten, einen Arzt aufzusuchen.

Video: Darum gibt es immer häufiger Produktrückrufe durch Hersteller oder Supermärkte

Rückruf von Instantnudeln: Produkt kann in Verkaufsstelle zurückgegeben werden

Das Unternehmen warnt vor dem Konsum der Instantnudeln und nimmt die Produkte mit dem Gefahrenpotenzial aus dem Verkauf. Verbraucher können bereits erworbene Packungen an der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgeben. Ob der Preis erstattet wird und die Vorlage des Belegs nötig ist, geht aus den Angaben nicht hervor. In den meisten Fällen sind die Hersteller aber so kulant.

Die Instantnudeln liegen auch quer durch Deutschland in den Regalen. Es werden zuständige Behörden für Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarand, Sachsen und Thüringen angegeben.

Rückruf von Instantnudeln: Verbraucherportal sieht Warnung als „nicht ausreichend“ an

Kritik gibt es vom Verbraucherportal produktwarnung.eu, demzufolge die Kunden „nicht ausreichend“ von „Hersteller, Händler oder Verkäufer“ über den Rückruf informiert würden. Weiter heißt es: „So ist nicht gewährleistet, dass möglichst viele Endverbraucher diese Information erhalten.“

Zuletzt rief Norma gehackte Haselnusskerne zurück - weil diese Salmonellen-Gefahr beinhalten. In ganz Europa wurde vor dem Kauf eines Kinderprodukts gewarnt, das kritische Stoffe enthalten kann. Aldi Süd musste eine Kindertrage zurückrufen. (mg)

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