„Alle weinten“

Einjährige überlebt drei Nächte allein in Wald mit Bären und Wölfen

Ein kleines Mädchen steht alleine in einem Wald.
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Ein einjähriges Mädchen hat drei Nächte allein in einem Wald in Russland überlebt. (Symbolbild)

In Russland ist eine Einjährige in einem Wald voller Bären und Wölfe verschwunden. Nach drei Nächten hatten die Retter die Hoffnung bereits aufgegeben - als sie plötzlich ein leises Piepsen hörten.

Obninisk - Ein Kleinkind hat wie durch ein Wunder drei Nächte allein in einem Wald in Russland* überlebt. Die kleine Lyuda, die im Herbst zwei Jahre alt wird, hatte sich beim Spielen im Garten von ihrer Mutter entfernt.

Nachdem das Verschwinden des kleinen Mädchens bekannt wurde, beteiligten sich rund 500 Helfer an einer riesigen Rettungsaktion, wie der Blog der russischen Hilfsgruppe „Salvar“ berichtet. Nach zwei Tagen schwand die Hoffnung zunehmend, als einige der Retter plötzlich ein Geräusch im Unterholz hörten.

Russland: Einjährige überlebt drei Nächte im Wald trotz wilder Tiere

„Eine der Gruppen hielt nach langer Suche an, um sich kurz auszuruhen und plötzlich hörten sie ein leises Piepsen“, sagte ein Sprecher der Rettungsgruppe „Salvar“. „Die Gruppe rief erneut und hörten ein weiteres Piepsen.“ Da entdeckten sie die kleine Lyuda im Unterholz. „Alle weinten - erfahrene und freiwillige Helfer, Anwohner, alle schluchzten“, so der Sprecher.

Lyuda, die 22-Monate alte Tochter eines Atomphysikers, wurde in einem Wald mit umgestürzten Bäumen gefunden, der etwa zweieinhalb Kilometer von ihrem Elternhaus entfernt liegt und in dem wilde Tiere wie Braunbären und Wölfe leben. Doch das Mädchen hatte Glück: Die Nächte ihres Verschwindens waren mit 20 Grad ungewöhnlich mild, was ihr beim Überleben half.

Russland: Verschwundenes Kleinkind ist außer Lebensgefahr

„Sie war schwach und voller Insektenstiche, aber das Wichtigste war, dass sie lebte“, sagte die Ombudsfrau für Kinder im Kreml, Anna Kusnezowa. Die kleine Lyuda wurde zur Untersuchung in ein Spezialkrankenhaus für Kinder gebracht. „Der Zustand des Kindes ist stabil und es besteht keine Lebensgefahr“, gab die regionale Gesundheitsministerin Olga Stunzhas bekannt.

Das Mädchen wurde mit seiner erleichterten Mutter wiedervereint und bekam im Krankenhaus eine Infusion, um seine Kräfte zu stärken. (ij) Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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