Umweltaktivisten sind entsetzt

Rätselhaftes Tiersterben im Naturparadies - Wissenschaftler mit bitterer Vermutung

Fotografin an der Küste von Kamtschatka mit toter Robbe
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Ein erschreckender Anblick: An der Küste der Halbinsel Kamtschatka wurden tote Robben angespült.

An der Küste der Halbinsel Kamtschatka spielt sich ein rätselhaftes Naturphänomen ab. Neben einem massenhaften Tiersterben passieren noch weitere unerklärliche Dinge. Der Anblick ist nichts für schwache Nerven.

  • Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka kam es zu einem Umweltphänomen.
  • Massenhaftes Tiersterben: Rätselhafter Tod von Robben und Fischen sorgt für Entsetzen.
  • Giftige Substanzen im Wasser? Die Behörden suchen nach Hinweisen.

Kamtschatka/Russland - Im Fernen Osten Russlands kam es zu einem verheerenden Naturphänomen, das bisher unerklärlich ist. Normalerweise gehört die russische Halbinsel Kamtschatka im Nordpazifik eher noch zu den unberührten Flecken auf dieser Erde. Die Insel ist wenig besiedelt - kaum Industrie. Dennoch wird das UNESCO-Weltnaturerbe gerne von Touristen besucht, die entweder an der Küste surfen oder Bären beim Lachsfischen zusehen. Was sich allerdings jetzt dort abzuspielen scheint, ist kaum zu glauben.

Seltsame Naturereignisse sorgen in Russland für Entsetzen: Greenpeace schlägt Alarm

Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist dieses Naturphänomen eine ökologische Katastrophe: Ende September wurden massenhaft tote Tiere an Land gespült. Darunter Robben, Kraken und Fische. Das etwas mit dem Wasser nicht stimmte, merkten allerdings zuerst die Surfer: „Ich hatte schneidende Schmerzen und Schlieren an den Augen, nachdem ich aus dem Wasser kam. Ich ging dann zum Arzt und er stellte bei mir eine Verätzung fest“, erzählt eine Surferin der Tagesschau.

Ein Aktivist von Greenpeace trägt am Strand von Khalaktyr auf der Halbinsel Kamtschatka eine Gasmaske. Laut den Umweltschützern handelt es sich um eine ökologische Katastrophe.

Bereits vor ein paar Wochen klagten einige Surfer an Küste vor Kamtschatka über Beschwerden wie Augenschmerzen, kurzfristigen Sehverlust, Erbrechen und Husten. Lokalen Gesundheitsbehörden zufolge hätten die Mediziner den Leuten mit Beschwerden eine Verätzung der Hornhaut ersten Grades diagnostiziert. Die Behörden nehmen derzeit Wasserproben und gehen der Ursache weiterhin auf den Grund, wie auch 24hamburg.de berichtet.

Das Wasser scheint seine Farbe zu verändern - Einen Nachweis für diese Umweltkatastrophe gibt es noch nicht.

Rätselhaftes Tiersterben: Sind womöglich giftige Substanzen die Ursache?

Der Gouverneur der Region, Wladimir Solodow, schließt es nicht aus, dass sich giftige Substanzen im Wasser befinden, lässt eine genauere Prognose allerdings derzeit offen: „Eine Version ist die einer technischen Verschmutzung, als Folge menschlicher Aktivitäten - also das Auslaufen irgendwelcher toxischen Stoffe. Auch eine andere Möglichkeit wird von den Wissenschaftlern untersucht, dass es eventuell mit natürlichen Erscheinungen wie zum Beispiel Algen zusammenhängen könnte. Es wird auch über seismische Aktivitäten und vulkanische Phänomene diskutiert. Aber wir haben bislang keine Grundlagen, jetzt über eine konkrete Version zu sprechen. Wir warten auf die erweiterten Ergebnisse von den Proben“, heißt es laut Tagesschau-Informationen.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass es in Russland zu Umweltproblemen kommt - im Gegenteil. Erst Ende Mai liefen in der Nähe des Nordpolarmeeres in der Industrieregion Norilsk 21.000 Tonnen Öl aus einem Heizkraftwerk und sorgten für einen regelrechten Umweltskandal. * merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. (mrf)

Zeitgleich spielt sich auch in den USA ein seltsames Tiersterben ab: Tausende Zugvögel fallen tot vom Himmel.

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