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„Flüssiges Gold“ – Kaufland fordert fast fünf Euro für einen Liter Sonnenblumenöl

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Von: Kai Hartwig

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Mehrere Flaschen Sonnenblumenöl in einem Regal einer Kaufland-Filiale
Sonnenblumenöl kostet bei Kaufland derzeit fast fünf Euro. © Screenshot / twitter.com/BDigung

Sonnenblumenöl zählt seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine zu den rar gesäten Produkten. Bei Kaufland muss man dafür entsprechend tief in die Tasche greifen.

München – Der Ukraine-Konflikt tobt weiter. Der brutale Angriffskrieg Russlands gegen seinen Nachbarstaat erschüttert die Menschen weltweit. Und er hat auch längst Auswirkungen auf das tägliche Leben in vielen Ländern.

So wurden durch den Krieg in der Ukraine einige Güter und Rohstoffe knapp. Dazu zählte auch Öl. Sowohl Russland als auch die Ukraine waren für Deutschland bislang wichtige Exporteure von Speiseöl. Das eine Land darf aufgrund von Sanktionen nicht mehr liefern (Russland), das andere kann dies aufgrund des Krieges vorerst nicht mehr (Ukraine).

Kaufland-Sonnenblumenöl: Ukraine-Konflikt und Hamsterkäufe führen zu Mega-Preiserhöhung

Darüber hinaus sorgten deutsche Kunden mit in der Regel unbegründeten Hamsterkäufen beim Speiseöl für zusätzliche Knappheit. Und das entwickelt sich langsam aber sicher zu einem Luxusartikel: Ganze 4,99 Euro kostet der Liter Speiseöl inzwischen. Noch zu Jahresbeginn hatte man beispielsweise bei Aldi für den Liter Sonnenblumenöl der Eigenmarke 1,79 Euro bezahlt.

Doch nicht nur der Discounter fordert die stolze Summe von knapp fünf Euro für das Öl. Auch die Supermarktkette Kaufland verärgerte seinen Kunden mit einer erheblichen Preisanhebung beim Sonnenblumenöl. Bei Twitter posteten am 25. April mehrere User Bilder von Regalen in Kaufland-Filialen, in denen einige Flaschen Sonnenblumenöl stehen. Hier wurde ebenfalls als Preis 4,99 Euro ausgewiesen.

Kaufland: Ein Liter Sonnenblumenöl kostet fast fünf Euro – „Flüssiges Gold“

„Ich habe mitgemacht am Wucher Kaufland“, kommentierte eine Userin einen entsprechenden Schnappschuss des 4,99-Euro-Sonnenblumenöls. „Das stammt übrigens aus Deutschland“, ergänzte sie unter Verweis auf das Etikett. Offenbar gab es in dieser Kaufland-Filiale auch Sonneblumenöl aus Ungarn im Angebot. Immerhin kann der Kunde hier einen Euro sparen und zahlt „nur“ 3,99 Euro für das (inzwischen) wertvolle Lebensmittel, wie ein weiteres Foto der Twitter-Nutzerin beweist. Allerdings erlaubt Kaufland pro Kunde bzw. Kundin nur die Abgabe von einer Flasche.

Eine weitere Userin kommentierte ihren Tweet samt abgebildetem Sonnenblumenöl-Regal in einer Kaufland-Filiale sarkastisch. „Flüssiges Gold“, schrieb sie. Immerhin: Offenbar durften Öl-Fans hier immerhin zwei Flaschen des 4,99 Euro teuren, so sehr nachgefragten Lebensmittels mit nach Hause nehmen. Ob das die Fans des gepflegten Hamsterkaufs allerdings zufriedenstellt, ist eher zu bezweifeln.

Die ganz große Speiseöl-Knappheit ist in so manchem Supermarkt inzwischen überwunden. Eine Rewe-Kundin kommentierte die wieder gut gefüllten Öl-Regale mit viel Humor. (kh)

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