„Weitab von bewohntem Gebiet“

Weil kein Bus fuhr: Mann läuft tagelang zur Polizei – um drei Morde zu gestehen

Eine einsame Straße durch den Wald.
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Ein Mann in Russland lief tagelang zu Fuß nach Ochotsk – um einen dreifachen Mord zu gestehen. (Symbolbild)

In Russland hat sich ein Mann mehrere Tage lang zu Fuß auf den Weg in das kleine Örtchen Ochotsk begeben. Der Grund ist ebenso kurios wie tragisch.

Ochotsk - Russland ist ein riesiges Land – mit mehr als 17 Millionen Quadratkilometern Fläche das größte der Welt. Bei einer Einwohnerzahl von knapp 144 Millionen ist es nur logisch, dass ein großer Teil des Landes kaum oder nur spärlich besiedelt ist. So auch der Norden der Region Chabarowsk im äußersten Osten Russlands, in der Ochotsk liegt. Die Siedlung städtischen Typs hat rund 4000 Einwohner. Entfernung zur Hauptstadt Moskau: 5628 Kilometer – Luftlinie.

Russland: Mann läuft tagelang zu Fuß nach Ochotsk

In diesem kleinen Örtchen am Ochotskischen Meer spielte sich Ende August ein ebenso kurioses wie tragisches Szenario ab. Weil es keine Bus- und Bahnanbindung gab, ist ein Mann eine Woche lang zu Fuß nach Ochotsk gelaufen. Das gab die zuständige Polizei am Dienstag (31. August) in einer Mitteilung bekannt.

Russland: Mann gesteht dreifachen Mord – Farm liegt „weitab von bewohntem Gebiet“

Der Grund für den tagelangen Fußmarsch: der Mann wollte ein Geständnis bei der Polizei abgeben – wegen dreifachen Mordes. Auf der Polizeiwache in Ochotsk angekommen, habe er eingeräumt, betrunken im Streit zunächst einen Bekannten und dann zwei Frauen erschossen zu haben. Der Mann wurde daraufhin festgenommen. „Die Ermittlungen dauern an“, erklärte die Polizei in ihrer Mitteilung.

Der Mann lebt den Ermittlern zufolge auf einer abgelegenen Rentierfarm. Dort soll sich der dreifache Mord abgespielt haben. Nach dem Geständnis sei die Polizei zu der Rentierfarm aufgebrochen, die „in einem Wald, weitab von bewohntem Gebiet“ liege, hieß es weiter.

Bei den Olympischen Spielen in Tokio sorgte Russland für einen Skandal. Ebenfalls in Russland ist eine Einjährige alleine in einem Wald voller Bären und Wölfe verschwunden. Sie überlebte drei Nächte mit den wilden Tieren. (ph/dpa)

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