Russland: USA zerstören Drogenlabors in Afghanistan nicht

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Afghanische Bauern bei der Ernte in einem Mohnfeld in der Nähe von Kandahar. aus Mohn wird unter anderem Opium hergestellt. Russland ist unzufrieden mit der US-Drogenpolitik in Afghanistan.

Washington - Der Chef der russischen Drogenfahndung, Viktor Iwanow, ist unzufrieden mit den amerikanischen Bemühungen zur Rauschgiftbekämpfung in Afghanistan.

Man habe vor Monaten den amerikanischen Stellen in Kabul die Koordinaten von 175 Drogenlaboren in Afghanistan übermittelt, in denen Heroin hergestellt werde, sagte Iwanow der Nachrichtenagentur AP. Doch bislang sei nichts geschehen, um diese unschädlich zu machen. Die Anti-Drogen-Behörde der USA (DEA) hätte ihm mitgeteilt, dass sie auf Genehmigungen der US-Streitkräfte zur Zerschlagung der Laboratorien warte. “Aus irgendeinem Grund schaffen sie es nicht, die Labore zu zerstören, weil es Verzögerungen aufseiten der Militärs gibt“, sagte er am Donnerstag in Washington am Rande eines Treffens einer gemeinsamen russisch-amerikanischen Anti-Drogen-Kommission.

Die DEA teilte mit, man kommentiere grundsätzlich keine Informationen, die von anderen Ländern veröffentlicht würden. Russland fordert seit Längerem ein härteres Vorgehen der NATO-Truppen gegen den Drogenanbau in Afghanistan. US-Behörden haben sich jedoch wiederholt besorgt geäußert, dass eine Zerstörung der Mohnfelder die afghanischen Bauern in die Arme der Taliban treiben könnte.

Das ist Afghanistan

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Die Drogenproduktion in Afghanistan habe sich seit dem Einmarsch der westlichen Truppen im Jahr 2001 nach russischen Angaben um ein Vielfaches erhöht. Schmuggler könnten das Opium und das Heroin problemlos nach durch Nordasien nach Russland und weiter nach Europa transportieren. Er habe darauf gedrängt, dass gegen die afghanischen Warlords vorgegangen werde, in deren Einflussgebiet Mohn angebaut werde, indem ihre Namen an die Vereinten Nationen weitergegeben werden, damit sie mit Sanktionen belegt werden können, sagte Iwanow. “Es wäre nicht schwer, sie zu verfolgen“, sagte er.

Er habe am Donnerstag auch mit dem US-Sondergesandten für Afghanistan, Richard Holbrooke, und anderen US-Vertretern darüber gesprochen, sagte Iwanow. Dann habe er das Treffen frustriert verlassen, weil die Amerikaner keine Beweise dafür erbracht hätten, dass ein Vorgehen gegen Drogen die Taliban stärken würde. “Es klang nicht wie eine konstruktive Diskussion, sondern wie eine Offenbarung von Sturheit“, sagte Iwanow. “Ich kann nicht sagen, dass sie nicht zuhören. Sie hören sehr genau und aufmerksam zu. Leider aber ohne Ergebnisse.“

dapd

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