Umstrittenes Gesetz

Russland verbietet Künstlern das Fluchen

Moskau - So ein ******! Russische Musiker, Schauspieler und andere Kunstschaffende müssen künftig tief in die Tasche greifen, wenn sie in ihren Werken Schimpfwörter benutzen.

Für die öffentliche Verbreitung derber Flüche auf den Bühnen und in den Kinos des Landes sollen demnach bis zu 50.000 Rubel (rund 1015 Euro) fällig werden. Im Wiederholungsfall droht ein vorübergehendes Berufsverbot. Demnach müssen zudem CDs und DVDs mit Warnhinweisen wie in den USA versehen werden. Die betroffenen Schimpfwörter, die in Filmen, auf Konzerten und in Lesungen nicht mehr fallen sollen, sollen durch eine „unabhängige Prüfung“ festgelegt werden.

Das Parlament in Moskau stimmte am Mittwoch in dritter und entscheidender Lesung für das umstrittene Gesetz, wie die Staatsagentur Ria Nowosti meldete. Kulturminister Wladimir Medinski hatte sich zuvor für das Gesetz ausgesprochen, dem noch der Föderationsrat als zweite Parlamentskammer und Kremlchef Wladimir Putin zustimmen müssen.

In der russischen Umgangssprache sind „Mutterflüche“ (Mat) vor allem unter Männern weit verbreitet.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Reformationstag 2017: Über diesen zusätzlichen Feiertag freut sich ganz Deutschland
Reformationstag 2017: Über diesen zusätzlichen Feiertag freut sich ganz Deutschland
Zeitumstellung 2017: Wann wird die Uhr auf die Winterzeit umgestellt?
Zeitumstellung 2017: Wann wird die Uhr auf die Winterzeit umgestellt?
Lotto am Samstag: Das sind die aktuellen Lottozahlen vom 14.10.2017
Lotto am Samstag: Das sind die aktuellen Lottozahlen vom 14.10.2017
Lotto vom 11.10.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Mittwoch
Lotto vom 11.10.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Mittwoch

Kommentare