Im Tausch gegen entführte Mädchen

Sängerin bietet Boko Haram ihre Entjungferung an

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Die Sängerin Adokiye liebt freizügige Posen - in diesem Outfit präsentierte sie sich etwa am Muttertag.

Abuja - Um von der Terrorsekte Boko Haram die Freilassung von über 200 Mädchen zu erwirken, greift die nigerianische Sängerin Adokiye zum Äußersten: Sie bietet im Tausch ihre Jungfräulichkeit an.

In die Kampagne #BringBackOurGirls hat nun auch eine Sängerin ihre Stimme erhoben - und für große Töne gesorgt: Die nigerianische Popsängerin Adokiye Ngozi Kyrian hat der Terrorgruppe Boko Haram ihre Jungfräulichkeit angeboten, wenn diese im Austausch die rund 200 entführten Mädchen freilässt.

Seit dem Frühling liegt Nigeria im Schockzustand: In den ersten Maitagen entführten die militanten Islamisten der Gruppe Boko Haram über 200 junge Frauen und Mädchen aus der Schule, drohten, sie auf dem Markt zu verkaufen.

Eine vom weltweiten Entsetzen getragene Kampagne war die Folge: Unter dem Hashtag #BringBackOurGirls bekunden seitdem Prominente ihre Solidarität und kämpfen dagegen, dass das Schicksal der Mädchen nicht in Vergessenheit gerät. Unter anderem hielt auch US-First Lady Michelle Obama ein Plakat mit dem Schriftzug in die Kamera.

Doch der Schritt der Sängerin Adokiye Ngozi Kyrian, genannt Adokiye, geht viel weiter. Zu dem extremen Angebot war es nach Berichten der nigerianischen Vanguard durch die folgende Äußerung gekommen: "Es ist elf Uhr nachts und wisst ihr, woran ich denke? Diese kleinen Mädchen, wo sie sind und was mit ihnen passieren könnte. Es ist einfach unfair. Sie sind zu jung. Ich wünschte, ich könnte mich selbst im Austausch anbieten." 

"Wenn mich 10 bis 12 Männer jede Nacht nehmen, ist mir das egal"

Dass es ihr bei einer Entjungferung durch Mitglieder der brutalen Islam-Sekte schlimm ergehen würde, lässt sie dabei nach eigener Angabe kalt: "Sie sind zwischen 12 und 15 Jahre alt, mein Gott. Ich bin älter und erfahrener", so die 23-Jährige, die trotz häufiger freizügiger Auftritt angibt, noch Jungfrau zu sein. Und sie setzt noch einen drauf: "Auch wenn zehn bis zwölf Männer mich jede Nacht nehmen müssen, ist mir das egal. Lasst einfach diese Mädchen frei und lasst sie zurück zu ihren Eltern kommen." 

Große Töne sind kein Novum für die nigerianische Sängerin, der der  große Durchbruch trotz provokanter Outfits und Auftritte bislang nicht gelungen ist: In Interviews tönte sie etwa, sie glaube nicht an Liebe und ihre Jungfräulichkeit gebühre dem Mann, der ihrer Mutter einen lange versprochenen Privatjet kaufe. Doch die bildhübsche 23-Jährige weiß ihr fragwürdiges Angebot auf Twitter zu verteidigen:

An anderer Stelle twittert sie: "Stellt euch vor, wenn eine von ihnen eure geliebte Tochter oder Schwester wäre! Sagt mir! Werdet ihr still bleiben und so tun, als wäre das keine große Sache? DAS GLAUBE ICH KAUM".

Zumindest bei der Öffentlichkeit scheint ihr gewagter Schritt anzukommen: Statt eines Shitstorms häufen sich Solidaritätsbekundungen. #Adokiye Ngozi Kyrian bravo!!!" oder "Mir fehlen die Worte, um meinen Respekt für Adokiye auszudrücken..." heißt es. Gut möglich, dass sie mit ihrer Äußerung die entführten jungen Frauen dem Vergessenwerden vorerst entrissen hat. Ihrer Freilassung sind sie jedoch bislang nicht näher gekommen.

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