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Frau macht bei Müllentsorgung schockierende Entdeckung - auf richtige Reaktion folgt wütender Facebook-Post

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Von: Marcus Giebel

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Vor überfüllten Müllcontainern liegen mehrere volle Tüten
Nicht immer sind Müllcontainer zum Bersten gefüllt: Mancher Behälter offenbart aber einen geradezu schrecklichen Inhalt. (Symbolbild) © IMAGO / Eibner

Diese Entdeckung im Müll schockiert nicht nur, sondern macht auch fassungslos. In einem Container stieß eine Frau auf ein totes Meerschweinchen. Das ruft das Tierheim auf den Plan.

München - Haustiere können das Leben versüßen. Mit ihrem zuweilen tollpatschigen, aber fast immer fröhlichen Gemüt so manchen Tag erhellen. Sie verlangen zwar viel Aufmerksamkeit, geben aber auch umso mehr Zuneigung zurück. Gerade für Kinder kann ein tierischer Spielkamerad Gold wert sein - solange alles im Rahmen bleibt. Nicht selten avancieren gerade Hunde sogar zum festen Familienmitglied.

Umso größer fällt die Trauer aus, wenn das liebgewonnene Tier stirbt. Doch in der Corona-Krise offenbarte sich wieder einmal, dass Hund, Katze und Co. für immer mehr Menschen nur Mittel zum Zweck sind. Zur Bespaßung während der lausigen Lockdown-Wochen gut genug, aber wenn das normale Leben wieder Gestalt annimmt, werden sie in die Wüste geschickt. Also im besten Fall ins Tierheim gegeben, oftmals aber schlicht irgendwo im Nirgendwo ausgesetzt.

Frau findet Meerschweinchen-Kadaver in Müllcontainer und informiert das Tierheim

Womit wir bei einem schockierenden Fall in Salzgitter wären. Dort, im Südosten Niedersachsens, entdeckte eine Frau bei der Entsorgung des Mülls ein Fellknäuel in einem großen Container. Bei näherer Betrachtung entpuppte sich dieses als gut erhaltener Meerschweinchen-Kadaver. Die Dame informierte umgehend das nächste Tierheim.

Dieses machte seinem Ärger über das unwürdige Ende des kleinen Lebewesens auf Facebook Luft. Dabei stellten die Tierfreunde auch die alles andere als unerhebliche, aber wohl nie zu klärende Frage: Was war zuerst - die Aussetzung oder der Tod? Wurde das Meerschweinchen womöglich in dem Container seinem Schicksal überlassen - in der Hoffnung des Besitzers, niemand möge es finden? Oder musste es zumindest nicht mehr miterleben, wie lieblos es beseitigt wurde?

Ein Meerschweinchen steht mit den Vorderbeinen auf einem geöffneten Buch
Kann zwar nicht lesen, ist aber ganz sicher nicht zur Entsorgung im Müllcontainer vorgesehen: Meerschweinchen zählen zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. (Symbolbild) © IMAGO / Shotshop

Tierheim wettert auf Facebook: „Herzlos wie Dreck in den Container geworfen“

Das Tierheim schimpft jedenfalls über „die Kreatur Mensch, die sich rücksichtslos anderer bedient, benutzt und am Ende entsorgt“. Weiter heißt es, das Meerschweinchen sei „inmitten von Zigarettenschachteln und sonstigem Abfall“ aufgefunden worden: „Das arme Seelchen wurde herzlos wie Dreck, wie ein Stück Müll in den Container geworfen.“

Es folgt die Aufarbeitung der schon erwähnten Frage: „Gehen wir mal davon aus, dass das Meerschweinchen zu Hause eines natürlichen Todes gestorben ist, dann sollte man zumindest so viel Anstand haben und ein Familienmitglied unter die grüne Wiese bringen und der Natur zurück geben. So hat die kleine Fellnase wenigstens eine würdige Ruhestätte.“

Video: Tierisches Luxusleben - Meerschweinchen wird spazieren gefahren

Tierheim verständigt die Polizei und verweist auf Tierfriedhof

Und dann wird der Fall angesprochen, der Tod wäre erst im Container eingetreten: „Was wir denken, wenn das zweite Szenario eintreffen sollte, sagen wir lieber nicht. Nur so viel, dass die Polizei verständigt wurde.“ An das Meerschweinchen gewandt, heißt es inklusive weinendem Emoji: „Komm gut über die Regenbogenbrücke!“

Zum Abschluss verweist das Tierheim noch auf den Tierfriedhof Salzgitter, der eine würdige Bestattung garantiere. Hier finden schon jetzt auf mehr als 3000 Quadratmetern Hunde, Katzen, Kaninchen oder Vögel ihre letzte Ruhe. Und ganz bestimmt auch das im Container entdeckte Meerschweinchen. (mg)

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