Lebensretter

Schäfer gewährt sechs unterkühlten Läufern Zuflucht in seiner Höhle - und rettet so ihr Leben

Der Schäfer Zhu Keming in seiner Höhle, in der er sechs Marathonläufern, das Leben gerettet hat.
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Ein Schäfer hat 6 Ultramarathon-Läufern Zuflucht in seiner Höhle geboten und hat ihnen damit vermutlich das Leben gerettet.

Ein Schäfer hat sechs Ultramarathon-Läufern Zuflucht in seiner Höhle geboten, die von einem Unwetter überrascht worden waren. Er rettete ihnen damit wohl das Leben.

Gansu - Zhu Keming wird in China derzeit als Held gefeiert. Der Schäfer nahm Marathon-Läufer, die von einem Unwetter überrascht worden waren, in seiner Höhle auf und kümmerte sich um sie. Seine Selbstlosigkeit ist für ihn selbstverständlich: Er sei „ein ganz normaler Mensch, der eine ganz normale Sache getan hat“, so der Chinese. 21 der 172 Teilnehmer des Marathons hatten jedoch leider weniger Glück, wie der „Stern“ berichtet. Sie kamen bei dem Unwetter ums Leben.

Dabei war Zhu Keming selbst ebenfalls von dem Unwetter überrascht worden. Als er gerade seine Schafe hüten wollte, fielen die Temperaturen unerwartet und es wurde auf einmal sehr windig. Weil er sich in der nordwestlichen Provinz Gansu gut auskennt und daher mit den hiesigen Bedingungen vertraut ist, war er jedoch gut vorbereitet: In seinem Unterschlupf hatte er Essen, Trinken und Kleidung für den Notfall untergebracht.

Der Schäfer wurde selbst von dem Unwetter überrascht

Das kam den sechs glücklichen Läufern zugute, die der Schäfer in seiner Höhle aufgenommen und versorgt hatte. Vermutlich hat er diesen damit sogar das Leben gerettet. Es war zwar keine Rettung aus einer Schneehölle (tz.de berichtete*), das Unwetter brachte dennoch viele Tücken mit sich.

Zunächst war es nur einer der Läufer gewesen, den Zhu Keming in seinen Unterschlupf gebracht hatte. Nachdem er diesen mit frischer Kleidung und sogar Massagen für die eiskalten Hände und Füße versorgt hatte, teilte dieser ihm jedoch mit, dass vermutlich weitere Teilnehmer des Marathons seiner Hilfe in dem Unwetter bedürfen.

Der Schäfer hat sich bei seiner Hilfe-Aktion selbst in Gefahr begeben

Ohne zu zögern, wagte sich der gutherzige Schäfer ein weiteres Mal hinaus in die extreme Kälte, um noch mehr Männer zu retten. Einer von ihnen lag mit dem Gesicht auf dem eiskalten Boden. Zhu Keming trug den Mann in die Höhle und wickelte ihn in Decken.

Die geretteten Männer fühlen sich dem Schäfer tief verbunden für seine selbstlose Tat. „Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich dem Mann bin, der mich gerettet hat“, schrieb der Läufer Zhang Xiaotao auf einer chinesischen Kommunikationsplattform. „Ohne ihn wäre ich dort draußen geblieben.“ Einziger Wermutstropfen für den Helden: Es tut ihm leid, dass er nicht noch mehr Läufer vor dem Tod retten konnte. *tz.de ist ein Angebot der IPPEN.MEDIA.

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