Absender wird nicht zur Kasse gebeten

Scherzpaket löste Polizeieinsatz aus

Mannheim - Alles nur wegen eines Tellers: Ein Paket mit einem falschen Absender hat für einen Polizeieinsatz gesorgt. Weil den der Urheber des Streiches nicht zahlen wollte, ging es vors Gericht.

Der Scherzbold hatte im Mai 2011 ein Paket mit dem Briefkopf der arabischen Botschaft in Berlin an ein Unternehmen geschickt - mit dem englischsprachigen Vermerk, es enthalte wichtige und geheime Unterlagen. Weil die Botschaft aber von einem solchen Paket nichts wusste, alarmierte die Firma die Polizei. Sprengstoffexperten wurden mit einem Hubschrauber eingeflogen, um das Paket zu öffnen. Tatsächlich lagen darin aber nur ein Teller und ein Gruß des Paketversenders.

Der Mann flog auf und die Polizei forderte von ihm 3690 Euro wegen des unnötigen Einsatzes. Gegen diesen Gebührenbescheid klagte der Mann (Az.: 1 S 733/13) - und bekam Recht!

In einem am Freitag veröffentlichten Urteil vom 25. Juli entschied der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH), es sei glaubhaft, dass der Mann die tatsächlichen Folgen seiner Aktion nicht für möglich gehalten habe. Mit dem VGH-Urteil blieb die Berufung des Landes Baden-Württemberg gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg erfolglos.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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