Ursache für Fährunfall geklärt

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Die Ursache des Schiffsunfalls auf Amrum ist geklärt.

Husum - Die Ursache des Schiffsunfalls auf Amrum, bei dem am Dienstag 30 Kinder leicht verletzt wurden, ist geklärt.

Ein verstopfter Kraftstofffilter hat den Schiffsunfall auf Amrum ausgelöst, bei dem am Dienstag 30 Kinder leicht verletzt wurden. Der Filter der Backbordmaschine sei verstopft gewesen, deswegen habe sie nicht funktioniert, sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei Husum, Wolfgang Boe, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Experten der Wasserschutzpolizei hätten den technischen Defekt bei der Untersuchung des 42 Jahre alten Ausflugsschiffes festgestellt. An Bord des knapp 25 Meter langen Schiffs eines privaten Reeders waren 120 Kinder und mehrere Betreuer.

Fährunfall an Anlegestelle auf Amrum

Fährunfall an Anlegestelle auf Amrum

Die MS „Eilun“ war ungebremst mit einer Geschwindigkeit von etwa drei Knoten, also knapp sechs Stundenkilometern, gegen den Anleger im Hafen von Wittdün gefahren. Der Kapitän hatte die Fahrt wegen der defekten Backbordmaschine nicht rausnehmen können - das Schiff hat zwei Maschinen. Bei dem Aufprall stürzten viele Kinder. Alle Verletzten konnten noch am Unfalltag nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Schüler - überwiegend aus Norddeutschland - wurden mit Bussen wieder in ihre Landschulheime auf Amrum gebracht.

Es handelte sich überwiegend um Kinder der vierten bis sechsten Klassen im Alter von neun bis elf Jahren. Zehn Verletzte waren mit Rettungshubschraubern in ein Krankenhaus nach Niebüll im Kreis Nordfriesland gebracht worden. Fünf verletzte Kinder und eine Lehrerin hatte der Seenotkreuzer „Vormann Leiss“ nach Wyk auf der Nachbarinsel Föhr gebracht.

Gegen den Kapitän seien, wie in solchen Fällen stets üblich, Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen worden. „Es ist aber natürlich völlig offen, ob dabei etwas herauskommt und den Kapitän überhaupt eine Mitschuld trifft oder nicht“, sagte Boe. Die MS „Eilun“ sei nach der Klärung der Unfallursache wieder freigegeben worden.

dpa

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