Schindler-Helfer mit 91 Jahren verstorben

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Oskar Schindlers Helfer Mietek Pemper ist mit 91 Jahren in Augsburg verstorben.

Augsburg - Oskar Schindlers Helfer Mietek Pemper ist laut einem Medienbericht mit 91 Jahren verstorben. Der Holocaust-Überlebende half Schindler beim Verfassen der weltbekannten Liste.

Der einstige Mithelfer beim Verfassen der weltbekannten Liste des Juden-Retters Oskar Schindler, Mietek Pemper, ist einem Medienbericht zufolge tot. Der Holocaust-Überlebende sei bereits am Dienstag im Altern von 91 Jahren gestorben, berichtet die “Augsburger Allgemeine“ in ihrer Donnerstagausgabe.

Pempers Erinnerungen lieferten eine wesentliche Grundlage zu Steven Spielsbergs berühmten Film “Schindlers Liste“. Im Drehbuch wurde Pempers Mitwirken bei der Erstellung der Liste in die Figur von Schindlers jüdischen Buchhalter Itzhak Stern eingearbeitet. Der 1969 in Israel verstorbene Stern und Pemper zählen zu den wichtigsten Helfern Schindlers bei der Rettung von mehr als tausend KZ-Häftlingen.

Pemper musste als Gefangener im Lager Plaszow bei Krakau von März 1943 bis September 1944 dem KZ-Kommandanten Amon Göth als Stenograf dienen. Dort las er heimlich die geheime dienstliche Post Göths mit und gab Schindler entscheidende Informationen weiter. Zusammen mit anderen half Pemper mit, die Listen Schindlers zu erstellen und tippte Teile davon selbst.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs galt Pemper als einer der wichtigsten Zeugen in den Prozessen, die in Polen gegen KZ-Kommandant Göth und andere Kriegsverbrecher geführt worden waren. Im Jahr 1958 ließ er sich in Augsburg nieder und arbeitete dort als Unternehmensberater. Seit den 80er Jahren hielt Pemper Vorträge in Schulen über Schindlers Wirken. Bei der Verfilmung von “Schindlers Liste“ galt er später als einer der wichtigsten Berater Spielbergs.

Pemper veröffentlichte seine Erinnerungen auch in Buchform. Die Stadt Augsburg machte ihn 2007 zu ihrem Ehrenbürger. Pemper, der zuletzt in der Stadt in einem Altenheim wohnte, starb Informationen der Zeitung zufolge im Augsburger Klinikum.

dapd

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